Gaddafi: «Er wird sich das Leben nehmen»
Regimegegner erobern den Westen
publiziert: Donnerstag, 24. Feb 2011 / 12:31 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Apr 2011 / 13:46 Uhr
Muammar al-Gaddafi bei seinem letzten Auftritt aum libyschen Fernsehen.
Muammar al-Gaddafi bei seinem letzten Auftritt aum libyschen Fernsehen.

Ras Dschir/Washington - Gegner des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi sind Augenzeugen zufolge nach ihren Erfolgen im Osten des Landes nun auch im Westen auf dem Vormarsch. Aufständische kontrollieren inzwischen offenbar auch die Ortschaft Suara etwa 120 Kilometer westlich der Hauptstadt Tripolis.

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Dies sagten am Donnerstag ägyptische Gastarbeiter, die nach Tunesien geflohen waren. Von Polizei oder Militär fehle seit Tagen jede Spur. Polizeiwachen seien niedergebrannt worden.

Umkämpft ist dagegen die Stadt Al-Sawija südwestlich der Hauptstadt Tripolis, wie Augenzeugen nach Angaben des Nachrichtensenders Al-Arabija berichteten. Libysche Truppen, die auf den Befehl Gaddafis hörten, hätten Al-Sawija angegriffen, hiess es.

Selbstmord Gaddafis erwartet

Der zurückgetretene libysche Justizminister Mohamed Abdul al-Jeleil erwartet einen baldigen Selbstmord von Staatschef Muammar al-Gaddafi. Al-Jeleil sagte in einem Interview der schwedischen Zeitung «Expressen»: «Gaddafis Tage sind gezählt. Er wird es wie Hitler machen und sich das Leben nehmen.»

Weiter sagte der Anfang dieser Woche abgetretene Minister, Gaddafi habe persönlich 1988 den Befehl zum Lockerbie-Terroranschlag mit 270 Toten gegeben.

Al-Kaida unterstützt Protestbewegung

Nach Angaben der US-Gruppe Site, die Al-Kaida und islamistische Internetseiten beobachtet, befürwortet auch die radikal-islamische «Al-Kaida im Maghareb» den Volksaufstand in Libyen und verurteilte am Donnerstag Gaddafi für dessen gewaltsame Niederschlagung der Proteste.

Die Demonstranten in Libyen sind Beobachtern zufolge - anders als Al-Kaida - überwiegend nicht religiös motiviert, sondern lehnen sich gegen Unterdrückung und Armut auf.

Regime droht ausländischen Journalisten

Libyen hat nach Angaben der US-Regierung ausländischen Journalisten massiv gedroht. Tripolis betrachte die wenigen Reporter, die ohne Genehmigung im Land sind, als Angehörige des Terrornetzwerks Al-Kaida, berichtet das US-Aussenministerium nach Gesprächen mit hohen libyschen Regierungsbeamten.

Die libysche Regierung sei nicht für die Sicherheit dieser Journalisten verantwortlich. Zugleich hätten die Regierungsbeamten aber zugesagt, einige Journalisten internationaler TV-Sender würden ins Land gelassen. Dazu zählten Vertreter von CNN und BBC und des arabischen Senders Al-Arabiya.

(fkl/news.ch mit Agenturen)

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Unentschlossenheit herrscht vor
Die EU schliesst angesichts der Eskalation in Libyen ein militärisches Eingreifen nicht mehr aus.... Derzeit sei man aber noch weit von davon entfernt.... Auf Sanktionen haben sich die Mitgliedsstaaten der EU bislang nicht geeinigt.

Bei dieser Unentschlossenheit kann man nur hoffen, dass der Beduine das Problem selbst löst und sich von dieser Welt verabschiedet. Diesem brutalen Despoten wird niemand auch nur eine Träne nachweinen.
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