Regimekritiker glaubt nicht an Giftmordbefehl Putins
publiziert: Sonntag, 26. Nov 2006 / 15:16 Uhr

London - Der russische Regimekritiker Andrej Nekrasow, der bis zuletzt am Sterbebett des Ex-Spions Alexander Litwinenko ausharrte, glaubt nicht an einen Mordbefehl von Präsident Wladimir Putin.

Putin habe den Geheimdienst nicht im Griff, so der Regimekritiker Andrej Nekrasow.
Putin habe den Geheimdienst nicht im Griff, so der Regimekritiker Andrej Nekrasow.
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Der Giftanschlag mit der radioaktiven Substanz Polonium 210, dem Litwinenko am Donnerstagabend erlegen war, sei nach seiner Überzeugung das Werk «eines ausser Kontrolle geratenen und extrem nationalistischen Geheimdienstes», sagte Nekrasow am Wochenende gegenüber der Nachrichtenagentur dpa in London.

Insofern könne er der Abschiedserklärung seines Freundes, in der dieser Putin direkt für den Anschlag verantwortlich gemacht hatte, nicht vollständig zustimmen, sagte Nekrasow.

«KGB war transparenter als FSB»

Der Filmemacher war unter anderem mit einer Dokumentation hervorgetreten, in der er - teils auf der Grundlage von Informationen Litwinenkos - den Geheimdienst FSB beschuldigte, Bombenanschläge auf Moskauer Wohnhäuser im September 1999 inszeniert und dann tschetschenische Aufständischen angelastet zu haben.

Nekrasow sagte, solche «abtrünnigen» Geheimdienstleute bildeten eine «extrem gefährliche und skrupellose Clique», die weite Teile der Politik und Wirtschaft Russlands unter Kontrolle habe. Im Vergleich dazu sei das «frühere System von KGB-Funktionären durchschaubarer und sogar offener» gewesen.

«Putin mitschuldig»

Die Verantwortung für das Entstehen einer solchen Geheimclique trage allerdings der einstige Geheimdienstchef Putin selbst, sagte Nekrasow.

«Er hat etwas herangezogen, was seine Machtbasis sein sollte, aber entstanden ist schliesslich eine Gruppe von entarteten Extremisten - und diese Leute verfügen über Waffen, die weit gefährlicher sind, als diejenigen der muslimischen Extremisten.»

(lg/sda)

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