Erfolgreicher Aargauer
Reich gewann Zweierbob-Meisterschaft in Cortina
publiziert: Samstag, 19. Jan 2002 / 10:17 Uhr / aktualisiert: Samstag, 19. Jan 2002 / 14:43 Uhr

Cortina d'Ampezzo - Die Schweizer Bilanz an der Zweierbob-Europameisterschaft auf der anspruchsvollen Bahn in Cortina d'Ampezzo (It) ist mit Gold für Christian Reich und Bronze für Martin Annen über Erwarten gut ausgefallen.

Christian Reich.
Christian Reich.
Reich gewann in seiner achten Saison als Steuermann und nach zwei EM-Silbermedaillen erstmals ein internationales Titelrennen. Der 35-jährige Aargauer siegte mit dem grossen Vorsprung von 0,27 Sekunden vor dem zweitklassierten Deutschen Andre Lange (29). Zu Reichs Sieg trug auch Hintermann Steve Anderhub bei. Die Startzeiten der Europameister fielen respektabel aus.

Annen (28) verfehlte Silber um ein Hundertstel, übernahm aber die Führung im Zweierbob-Gesamtweltcup. Sieger des Weltcup-Rennens wurde der Kanadier Pierre Lueders, der noch 0,04 Sekunden schneller blieb als Reich.

Dass er nach der Bestzeit im ersten Durchgang doch noch einem anderen Fahrer den Vortritt lassen musste, trübte Reichs Freude nicht. Hätte er auch den verletzungsbedingt abwesenden Titelverteidiger Christoph Langen (De) in die Schranken gewiesen? «Der Vorsprung vor Lange zeigt, dass auch Langen erst hätte fahren müssen, um mich zu schlagen», sagte Reich. Lange war vor zwei Jahren in Cortina Europameister geworden. Letzter Schweizer Zweierbob-Europameister war 1999 Reto Götschi in Winterberg (De) vor Reich.

Für Reich entscheidend für den Triumph in Cortina war, dass er die Einstellung geändert hat. «Früher wollte ich gewinnen und habe mich verkrampft. Heute will ich einfach ein gutes Rennen fahren und bleibe locker», sagte Reich. Die Anforderungen, die die Bahn in den Dolomiten an den Steuermann stellt, entsprechen eigentlich nicht Reichs Qualitäten. «Ich lenke lieber wenig, hier aber muss man an den Seilen reissen», sagte Reich. Er ist wie Annen für beide olympische Rennen qualifiziert. «Der Sieg zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind», erklärte Reich.

Nach den missratenen Rennen in St. Moritz war die Genugtuung bei Martin Annen (28) gross. «Endlich wieder eine befriedigende Leistung in der Bahn», sagte Annen, «ich glaube, ich habe die Talsohle durchschritten. Auf dieser Medaille kann ich aufbauen.» Dem fehlenden Hundertstel, das ihn Silber kostete, mochte Annen nicht nachtrauern: «Als Trost habe ich Bronze erhalten.» An der letztjährigen Zweierbob-EM hatte Annen Bronze um 0,01 Sekunden verpasst.

Ein respektables EM-Debüt gab der Ausserschwyer Ivo Rüegg (31). Als Fünfter der EM und Sechster des Weltcups zeigte der Schweizer Meister, dass er auch international Perspektiven hat.

(bb/sda)

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