Pauschalbesteuerung
Reiche Senioren werden nicht bevorzugt
publiziert: Donnerstag, 20. Sep 2012 / 09:00 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 20. Sep 2012 / 10:22 Uhr
Revidiertes Gesetz über Pauschalbesteuerung bereinigt
Revidiertes Gesetz über Pauschalbesteuerung bereinigt

Bern - Der Nationalrat ist am Donnerstag bei der Pauschalbesteuerung mit 115 zu 48 Stimmen dem Ständerat gefolgt. Das bedeutet: Keine Bevorzugung von reichen Senioren und keine längeren Übergangsfristen. Die Vorlage ist bereit für die Schlussabstimmung.

Hauser Kommunikation: Ihr Plus in Kommunikation, Public Affairs, Public Relations, Moderation.
3 Meldungen im Zusammenhang
Die Pauschalsteuer für reiche Ausländer wird - mit einer Übergangsfrist von fünf Jahren - erhöht. Ein bürgerlicher Minderheitsantrag, die Frist für ältere Pauschalbesteuerte auf zehn Jahre anzuheben, wurde abgelehnt.

Zwei Jahre Zeit für Umsetzung

Die Kantone haben zwei Jahre Zeit, das neue Gesetz umzusetzen. Anschliessend gilt eine Übergangsfrist von fünf Jahren für Personen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Gesetzesänderung bereits nach Aufwand besteuert wurden.

Der Nationalrat verzichtete am Donnerstag im Sinne der Kommissionsmehrheit darauf, weiterhin auf einer Übergangsfrist von zehn Jahren zu beharren. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf wiederholte ihre Auffassung, dass eine so lange Frist völlig unverhältnismässig sei.

Auch Vertreterinnen der SP- und der CVP-Fraktion hatten diese Forderung zuvor als völlig überrissen, unhaltbar und verfassungswidrig kritisiert. Die Fraktion der Grünen wollte ebenfalls nichts davon wissen.

SVP argumentiert mit EU

Eine Kommissionsminderheit versuchte vergeblich, wenigstens die Bevorzugung von reichen Senioren ab 65 durchzubringen. Diese seien ihr ganzes Leben lang weiterhin nach dem bisherigen Recht zu besteuern, forderte Minderheitssprecher Hans Kaufmann (SVP/ZH) mit Unterstützung von SVP-, FDP- und CVP-Vertretern.

Als Beispiel erwähnte er pensionierte EU-Beamte, denen ebenfalls eine steuerliche Sonderbehandlung zuteil werde. Dieses Argument vermochte die Mehrheit des Rates jedoch nicht zu überzeugen.

Leichte Steuererhöhungen

Die direkte Bundessteuer und die kantonalen Steuern für Pauschalbesteuerte werden somit neu nach dem Sieben- statt nach dem Fünffachen der Wohnkosten berechnet. Für jene, die im Hotel wohnen, werden die Steuern nach dem Dreifachen des Pensionspreises (heute das Doppelte) berechnet.

Bei der direkten Bundessteuer wird ein minimales steuerbares Einkommen von 400'000 Franken gelten. Die Kantone müssen ebenfalls einen solchen Mindestbetrag festlegen, wobei sie die Höhe selbst bestimmen können.

Das im Jahr 1862 vom Kanton Waadt eingeführte System der pauschalen Besteuerung reicher Ausländer generierte nach Angaben von Widmer-Schlumpf 2010 gegen 700 Millionen Franken.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Der Kanton Bern schafft die Pauschalbesteuerung reicher Ausländer nicht ab, verschärft aber seine Praxis. Die ... mehr lesen
Keine Privilegien mehr für reiche Ausländer in Baselbiet und Bern.
Ältere Pauschalbesteuerte sollen nicht bevorzugt werden.
Bern - Der Ständerat bleibt hart: Über 65-jährige Pauschalbesteuerte sollen nach Inkrafttreten der Gesetzesrevision zur ... mehr lesen
Bern - Auch der Nationalrat will an der Pauschalbesteuerung reicher Ausländer festhalten; diese sollen künftig ... mehr lesen
Auch Nationalrat für Pauschalbesteuerung mit höheren Mindestsätzen.
Hauser Kommunikation: Ihr Plus in Kommunikation, Public Affairs, Public Relations, Moderation.
Markus Hürlimann hat sich bei allen Ratsmitgliedern entschuldigt.
Markus Hürlimann hat sich bei allen Ratsmitgliedern entschuldigt. ...
Trotz Zuger Sexaffäre  Zug - Der Zuger SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann will trotz der Sex-Affäre und den Ermittlungen gegen ihn nicht aus dem Parlament zurücktreten. Er sei es seinen Wählern schuldig, jetzt gute Parlamentsarbeit zu leisten, sagte er am Donnerstagmorgen vor der Ratssitzung. 
Eidg. Abstimmung  Bern - Für die CVP-Volksinitiative zur Familienbesteuerung hätte es laut der SRG-Trendumfrage Mitte ...  
Die Initiative «Familien stärken! Steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen» soll mit ihrem namensgebenden Anliegen nach dem Willen der Urheber den Mittelstand stärken. (Symbolbild)
Nein-Parole gefasst zur CVP-Familieninitiative.
Grünliberale lehnen CVP-Familieninitiative ab Lugano TI - Die Grünliberalen haben wie erwartet die Nein-Parole gefasst zur CVP-Familieninitiative, die eine Steuerbefreiung ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2735
    Kaliber "betriebene rassistische Hetze der SVP gegen Ausländer und ... gestern 08:29
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2735
    Die... Kontingentverteilung auf alle EU-Staaten wird nicht funktionieren, weil ... Mi, 28.01.15 12:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1154
    Weiterbildung ist gut, sehr gut! Aber dann bitte bei den höchsten Staatsbeamten damit anfangen! Denn ... Mi, 28.01.15 10:02
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2735
    Vielleicht... sollte man sich dieses Beispiel an konsequenter Abschiebung zum Vorbild ... Di, 27.01.15 14:43
  • Kassandra aus Frauenfeld 1154
    Ich werde nicht klug aus diesem Artikel. Was will er uns wohl sagen? Gut, es ist eine ... Fr, 23.01.15 09:36
  • PMPMPM aus Wilen SZ 174
    Journalistenlöhne halbiert? Dem Artikel kann ich soweit zustimmen, allerdings bleibe ich ratlos ... Do, 22.01.15 19:09
  • Peterchen aus Embrach 6
    die schweizer begrüssen das? Woher will Frau Sommaruga denn wissen, was die Schweizer begrüssen und ... Do, 22.01.15 14:46
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2735
    Was... hier gerade geschieht, liegt voll in der Logik des Kapitalismus. Das ... Do, 22.01.15 12:31
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich -4°C -3°C leicht bewölkt, Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Basel -5°C -2°C bewölkt, Schneefall bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall bedeckt, wenig Schneefall
St.Gallen -1°C 0°C leicht bewölkt, Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Bern -0°C 2°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Luzern 1°C 2°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Genf 1°C 3°C bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Lugano 1°C 8°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten