Reiche treffen sich in exklusiven Social-Networks
publiziert: Samstag, 25. Aug 2007 / 19:30 Uhr

New York - Die Schönen und Reichen wollen häufig nicht nur in der realen, sondern auch in der Online-Welt am liebsten unter sich sein. In den USA trifft sich die High-Society mittlerweile in exklusiven und bewusst klein gehaltenen Social-Networks, um im Web Kontakte zu anderen Vertretern der Oberschicht zu knüpfen.

Wer bei aSmallWorld mitmachen will, braucht eine Einladung.
Wer bei aSmallWorld mitmachen will, braucht eine Einladung.
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Wie Business Week berichtet, sind den Reichen herkömmliche Networking-Portale wie MySpace und Facebook schlichtweg nicht gut genug.

«Viele Social Networks haben eine sehr niedrige Qualität», meint beispielsweise Roger Allen Conner, der mit 22 Jahren bereits eine eigene Consulting-Firma betreibt und nach «hochwertigen» Kontakten sucht.

Auf Seiten wie MySpace seien die Nutzer meist überhaupt nicht gut vernetzt und könnten daher auch keine wichtigen Kontakte bringen, meint Conner, der Ausschau hält nach einflussreichen Leuten, die Privatjets besitzen und in Nobelhotels übernachten.

Virtuelle Country-Clubs

Der 22-Jährige ist mit dieser Meinung nicht allein. Nach und nach schiessen derzeit exklusive Plattformen - eine Art Online-Country-Clubs - aus dem Boden, deren Mitglieder handverlesen und nach Kriterien wie dem Einkommen ausgewählt sind.

Private Communities wie «aSmallWorld» achten ganz bewusst darauf, klein zu bleiben. Eine Mitgliedschaft ist ausschliesslich über eine persönliche Einladung zu bekommen.

«Es ist auch bei uns möglich, exklusive Gruppen einzurichten und diese durch entsprechende Zugangskriterien nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich zu machen. Man kann durchaus innerhalb einer grossen Communty Raum für kleinere eigenständige Netzwerke bieten. Bei Xing gibt es davon derzeit rund 7.000,» meint Daniela Hinrichs, Pressesprecherin des deutschen Businessportals Xing.

Nicht exklusiv genug?

Die Meinungen über die Netzwerkportale der Oberschicht sind naturgemäss geteilt. Während die einen von Snobs sprechen, bemängeln andere wieder, dass die Plattformen nicht exklusiv genug wären.

«Eine exklusive Gruppe muss nicht vollkommen losgelöst von einer grösseren Plattform sein. Die Frage ist, wie man exklusiv definiert und ob der Kontext Freizeit oder Business ist.»

«Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Personen, die sich in so genannten exklusiven Communities bewegen, gleichzeitig auch bei Plattformen wie Xing aktiv sind», entgegnet Hinrichs.

Zielgruppe für Luxusartikel

Werbetreibende für Luxusartikel haben die Privat-Plattformen inzwischen auch für sich entdeckt und hoffen, dort direkt jene Zielgruppe zu erreichen, auf die ihre Waren ausgerichtet sind.

So werden auf aSmallWorld Anzeigen für Yachten, Jaguars und Cartier-Uhren geschalten. Und auch als Eventplaner fungieren die Netzwerkportale der Superreichen.

Täglich werden aktuelle Veranstaltungen aus den Metropolen der Welt gelistet und darüber informiert, wo sich die High-Society trifft. Manche Events werden auch von Mitgliedern initiiert, um einen ausgewählten Personenkreis auch persönlich kennenlernen zu können.

(rr/pte)

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