Reintegration von Kindersoldaten gescheitert
publiziert: Mittwoch, 11. Okt 2006 / 11:26 Uhr

London - Die Reintegration von Kindersoldaten in das zivile Leben ist in der Demokratischen Republik Kongo gescheitert.

Mindestens 11 000 Kinder seien noch in bewaffneten Gruppen.
Mindestens 11 000 Kinder seien noch in bewaffneten Gruppen.
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Diese Ansicht äusserte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) in London.

Ai kritisierte, ein Programm der Übergangsregierung von Präsident Joseph Kabila zur Freilassung und Entwaffnung der Kinder habe kaum Wirkung gezeigt. Mindestens 11 000 Kinder seien noch in bewaffneten Gruppen oder seien dafür ausgewiesen.

«Eine neue Regierung muss zur Priorität haben, dass alle Kinder, die mit bewaffneten Gruppen in Verbindung gebracht werden, freigelassen, geschützt und mit Schulbildung und einem Lebensunterhalt versorgt werden», erklärte ai.

Sexuelle Ausbeutung

Das Programm wurde vor zwei Jahren gestartet. Kabilas Regierung habe wenig dafür getan, vermisste Kinder tatsächlich aufzuspüren, kritisierte die Menschenrechtsorganisation, die vor allem die Lage der Mädchen anprangerte.

In einigen Gegenden seien weniger als zwei Prozent der Kindersoldatinnen in das Programm überführt worden, obwohl diese laut ai bis zu 40 Prozent der unter 18-Jährigen illegalen Kämpfer ausmachen. Befehlshaber und Rebellenführer seien unwillig, die Mädchen freizulassen, weil viele diese sexuell ausbeuteten.

Im Kongo findet am 29. Oktober die Stichwahl für die Präsidentschaft statt. Bei der ersten Wahlrunde am 30. Juli hatte Kabila 44 Prozent der Stimmen erhalten, Vizepräsident Jean-Pierre Bemba 20 Prozent.

(rr/sda)

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