Reiten: Bengtssons Sieg als Olympia-Empfehlung
publiziert: Sonntag, 4. Jul 2004 / 19:15 Uhr

Rolf-Göran Bengtsson ist wieder top und für die Olympischen Spiele in Athen ein ernsthafter Medaillenkandidat. Der Schwede bewies dies mit seinem GP-Sieg beim 7. Davidoff CSI in Neuendorf, bei dem er Mac Kinley im Stechen souverän auf Platz 1 führte.

Mit Bengtsson ist wieder zu rechnen - auch in Athen.
Mit Bengtsson ist wieder zu rechnen - auch in Athen.
Hinter dem in der Barrage ebenfalls fehlerlosen holländischen Equipenreiter Gerco Schröder auf Genève belegte Willi Melliger auf Gold du Talus den hervorragenden dritten Platz. Der Hausherr patzte im Stechen, das nur vier der 50 gestarteten Paare erreichten, am vierten Hindernis, durfte sich aber mit 22 000 Franken und der Gewissheit trösten, der beste Schweizer in einem starken Feld und einem äusserst anspruchsvollen Parcours gewesen zu sein.

"Der Fehler geht zu meinen Lasten. Ich hatte eine falsche Distanz zum Oxer", bekannte Melliger, der bei seinem international arrivierten Concours auch als umsichtiger Turnierleiter amtete und zusammen mit OK-Präsident Martin Walther für einen reibungslosen Ablauf sorgte.

Dennoch kommt ein Start für den 51-jährigen Solothurner in Athen nicht in Frage: "Mein Verzicht für die Olympischen Spiele bleibt. Daran ändert auch mein GP-Resultat nichts", meinte Melliger und fand für seinen zehnjährigen Franzosen Gold du Talus äusserst lobende Worte: "Er war in ausgezeichneter Form und hat seine Qualitäten auch in einem selektiven Grand-Prix bewiesen."

Das Pech der Favoriten

Neben Sieger Bengtsson, der 50 000 Franken Sieggeld kassierte, Gerco Schöoder und Melliger erreichte nur noch Samantha Vangeenberghe, die Gattin von Jean-Claude Vangeenberghe auf ihrer Stute Raffia das Stechen, in dem sie aber zu risikovoll angriff, völlig aus dem Konzept geriet und 30 Punkte sammelte.

Nur wegen einer minimen Zeitüberschreitung im Normalparcours verpassten der angenehm überraschende Waadtländer Pierre Kolly (Sz) mit Galopin du Biolay (5.) und Holger Hetzel (De) mit Janosch (6.) die Entscheidungsrunde. Nicht im Stechen vertreten waren zahlreiche Favoriten.

Doppel-Europameister Christian Ahlmann (De) scheiterte nach beeindruckender Vorstellung mit seinem Holsteiner Schimmel Cöster am letzten Sprung, der Weltranglistenerste Marcus Ehning (De) musste mit seinem "Überflieger" Sandro Boy sogar einen Stopp vor der tückischen, 160 cm hohen Mauer hinnehmen.

Auch Markus Fuchs, der Schweizer Teamleader, verpasste die Barrage, und musste sich nach einem Abwurf mit La Toya mit Platz 9 bescheiden. Dem St. Galler wurde mit seinem neunjährigen Pferd der Steilsprung nach der Triple Barre zum Verhängnis, als er die heissblütige Stute etwas zu stark in ihrem Vorwärtsdrang zurückgenommen hatte.

Beat Mändlis Indigo, erst achtjährig, aber äusserst vielversprechend, war noch etwas zu "grün", scheiterte am Aussprung der Dreierkombination und tappte wie viele seiner Konkurrenten ins Wasser. Die weisse Mauer von 30 cm Höhe vor dem 380 cm breiten Graben, irritierte die Pferde leicht.

Bengtssons Olympiahoffnung

Seit 1 1/2 Jahren hat sich Rolf-Göran Bengtsson, der einstige Bereiter bei Jan Tops in Holland, selbstständig gemacht. Der EM-Bronzegewinner von 2001 führt mit dem Dänen Bo Kristoffersen in Breitenburg nordwestlich von Hamburg eine Stallgemeinschaft und kann dabei auf Spitzenpferde einer Mailänder Mäzenin und jungen Pferden des Thurgauers Paul Bücheler zählen.

"Ich wollte auf eigenen Füssen stehen und hatte Glück. Mac Kinlay ist ein liebes Pferd und kämpft toll mit. Und es hat Anlagen, in jedem Springen ganz vorne zu sein", sagte der 42-jährige Schwede, der vor drei Wochen bereits den Grand Prix am CSI Cannes gewonnen hatte. Kein Zweifel: Mit Bengtsson ist wieder zu rechnen - auch in Athen.

(bert/Si)

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