Reiten: Schweizer Reiter nicht in der Super League
publiziert: Freitag, 9. Mai 2003 / 21:25 Uhr

Die Schweizer Springreiter dürfen nicht in der neu geschaffenen Super League teilnehmen und müssen mit Starts in der B-Liga, dem Nations Cup, vorlieb nehmen. Das entschied der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne.

Keine Teilnahme in der Super League.
Keine Teilnahme in der Super League.
Damit wurde der Rekurs des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport (SVPS) abgewiesen. Eigentümlich mutet an, dass der Weltverband (FEI) dem SVPS 5000 Franken Parteientschädigung bezahlen muss. Demzufolge muss der CAS ein Fehlverhalten festgestellt haben. Eine Urteilsbegründung wurde nicht abgegeben. Sie soll in den nächsten Tagen schriftlich erfolgen.

Verbandspräsident Urs Oberholzer hatte am 28. Mai beim Internationalen Sportgerichtshof gegen die von der FEI abgewiesene Klage vom 14. März rekurriert. Die Schweizer beschwerten sich, dass die Reglemente für die Qualifikation zur Super League erst während der Saison gemacht worden waren.

Die Schweiz hatte den Nationenpreis-Wettbewerb als Achte punktgleich mit Irland abgeschlossen, fiel aber aus den Traktanden der besten acht Länder, weil bei Punktgleichheit das Resultat an der WM einbezogen wurde. In Jerez wurde Europameister Irland 7., die Schweiz aber lediglich 12. Doch diese Regelung kommunizierte die FEI erst nach den Weltmeisterschaften!

In Lissabon statt in Rom

Nach dem Urteil von gestern in Lausanne steht fest, dass die Schweizer Springreiter-Equipe diese Saison nicht an sechs von acht Super-League-Turnieren teilnehmen darf. Nur am CSIO Schweiz in St. Gallen (29. Mai - 1. Juni) und am CSIO Aachen (17. - 22. Juni) darf die Schweiz mit einer Ausnahmebewilligung starten. In St. Gallen erhält die Schweiz als Gastgeber eine Wildcard, in Aachen als Vorjahressieger. Sonst muss aber in Linz, Lissabon und Falsterbo (Sd) statt in Rom oder Hickstead gestartet werden. Und sollte die Schweiz an den B-CSIO-Turnieren nicht oder selten mit ihren besten Reitern und Pferden teilnehmen, droht Gefahr, den Aufstieg als Sieger des Nations Cup zu verfehlen und auch nächstes Jahr zweitklassig zu bleiben.

Unverständlicher Entscheid

Eine erste Konsequenz aus der Absage haben die Schweizer Verantwortlichen bereits gezogen. "Wir reisen am Samstag nach dem Derby aus La Baule ab. Der Entscheid des Sportgerichts ist unverständlich. Das Urteil ist ein krasser Widerspruch und tritt die Sportlichkeit mit Füssen", entrüstete sich der Schweizer Equipenchef Rolf Theiler.

Auch Urs Oberholzer machte seinem Unmut Luft: "Das Urteil ist ein Rückschritt für den Pferdesport und aus sportlicher Sicht nicht nachvollziehbar. Ich bin masslos enttäuscht und befürchte, dass die FEI in Zukunft noch eigenmächtiger auftreten wird. Am Donnerstag hatte ich nach den Verhandlungen, denen ich beiwohnte, noch ein gutes Gefühl, dass unsere Argumente berücksichtigt werden. Ich habe mich leider geirrt."

(bert/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Steve Guerdat auf Corbinian.
Steve Guerdat auf Corbinian.
«Auf dem Sprung nach Rio»  Den Schweizer Springreitern bietet sich beim CSIO St. Gallen die letzte Gelegenheit, sich auf heimischem Boden für Rio 2016 zu empfehlen. Am Start steht die bestmögliche Mannschaft. mehr lesen 
Nationenpreis in La Baule  Die Schweizer Springreiter belegen zum ... mehr lesen
Janika Sprunger auf Bonne Chance. (Archivbild)
Der Regen macht dem Turnier einen Strich durch die Rechnung.
Starker Regen  Die erste Station der Nationenpreis-Serie der Springreiter am Freitag im belgischen Lummen fällt ... mehr lesen  
Zweiter Schweizer Trainer  Markus Fuchs (60) übernimmt ab dem 1. Mai den Posten als Coach der ukrainischen Springreiter rund um dessen Geldgeber Alexander Onischtschenko. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • kurol aus Wiesendangen 4
    Das Richtige tun Hatten wir schon, talentierte Spieler wechselten zu Bayern und ... Mi, 01.06.16 12:01
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Zu dumm nur, dass der Jorian zu 100% aus chemischen Verbindungen besteht, er warnt ... Fr, 22.01.16 21:16
  • Pacino aus Brittnau 731
    Weltweit . . . . . . wird Hanf konsumiert. Zum Genuss aber auch als Arzneimittel. ... Fr, 22.01.16 08:58
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    1 : 0 Daesh (IS) vs. Freie Restwelt Es läuft aber immer noch die erst Halbzeit. Verlängerung und ... Di, 17.11.15 22:26
  • Bogoljubow aus Zug 350
    Wenn die Russen flächendeckend gedopt haben, dann muss man die Ergebnisse sehr genau ... Fr, 13.11.15 10:53
  • jorian aus Dulliken 1754
    5'000'000 zu 0 für die Verschwörungstheoretiker! Was heute um 20:15 schönes kommt! http://www.3sat.de/programm/ ... Do, 22.10.15 19:21
  • jorian aus Dulliken 1754
    Der Fussballgott! Der Name dieses Gottes wird im Hörspiel nicht genannt, dennoch weiss ... Fr, 16.10.15 18:51
  • Koelbi aus Graz 1
    Wir freuen uns... ...auf den Test gegen den Lieblingsnachbarn am 17. November. ... Mo, 12.10.15 03:31
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 3°C 10°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Basel 3°C 7°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wechselnd bewölkt
St. Gallen 9°C 16°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Bern 2°C 7°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Luzern 4°C 11°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Genf 4°C 9°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Lugano 8°C 8°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten