Rekordeinbruch der Exporte im Halbjahr
publiziert: Dienstag, 21. Jul 2009 / 09:01 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 21. Jul 2009 / 14:14 Uhr

Bern - Die Krise setzt dem Schweizer Aussenhandel so stark zu wie noch nie. Die Exporte sackten im ersten Halbjahr nominal um fast 16 Prozent ab. Das ist der stärkste je gemessene Rückgang in einem Halbjahr.

Die Metall- und die Uhrenindustrie wurde hart getroffen.
Die Metall- und die Uhrenindustrie wurde hart getroffen.
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Allein im Juni tauchten die Exporte um 20,4 Prozent auf 14,929 Mrd. Franken. Real, also um die Teuerung bereinigt, betrug das Minus 23,5 Prozent. Etwas weniger stark litten die Importe: Sie gingen um 17,7 (real: 10,7) Prozent auf 13,357 Mrd. Fr. zurück, wie die Eidg. Zollverwaltung (EZV) mitteilte.

Alle Exportbranchen wiesen ein Minus auf, sechs von zehn erlitten dabei einen Rückgang zwischen 20 und 40 Prozent. Besonders hart getroffen wurde im Juni erneut die Metall- (-38,7 Prozent) und die Uhrenindustrie (-31,9 Prozent). Mit Ausnahme von Ozeanien (Australien) ging die Nachfrage auf allen Absatzmärkten zurück.

Auf Stand von 2006

Der Schweizer Aussenhandel blickt damit auf ein rabenschwarzes erstes Halbjahr zurück. Mit einem Rückgang der Ein- und Ausfuhren um je 16 Prozent rutschte er auf den Stand des Jahres 2006 ab. Die Krise frass damit drei Jahre Wachstum auf.

Die Exporte sanken von Januar bis Juni nominal um 15,6 Prozent auf 88,907 Mrd. Franken. Real betrug das Minus 17,4 Prozent. Dabei schnitten die Ausfuhren im zweiten Quartal noch schlechter ab als im ersten.

Grösste Verliererin ist mit einem Exporteinbruch um 37,5 Prozent die Metallindustrie. Starke Einbussen von einem Viertel und mehr verzeichneten auch die Textil-, die Uhren-, die Maschinen- und Elektro- sowie die Kunststoffindustrie.

Weniger Importe

Die Importe verringerten sich um 16,2 Prozent auf 79,908 Mrd. Franken. Teuerungsbereinigt beträgt der Rückgang 10,0 Prozent. Hier fiel der Rückgang im zweiten Quartal 2009 doppelt so hoch aus wie im ersten.

Die Handelsbilanz wies einen Überschuss von 9 Mrd. Fr. aus. Damit reduzierte sich der Aktivsaldo gegenüber der Vorjahresperiode um 10 Prozent.

(ht/sda)

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