Rekrut wegen rassistischer Äusserungen verurteilt
publiziert: Freitag, 20. Apr 2007 / 22:26 Uhr

Bern - Die Militärjustiz hat in Bern einen 22-jährigen Mann zu einer bedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen verurteilt. Er wurde schuldig gesprochen, während der RS rassistische Äusserungen sowie den Hitlergruss gemacht zu haben.

Der Verurteilte stand schon einmal vor Gericht.
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Der Verurteilte hat sich für rassistische Vorfälle in Form von herabwürdigenden Äusserungen insbesondere gegen Juden und Schwarze sowie für Hitlergrüsse zu verantworten, die er im August 2005 im Rahmen der Grenadier-Rekrutenschule in Isone TI gemacht hatte.

Das fünfköpfige Militärgericht unter dem Vorsitz des Präsidenten, Urs Schenker, verurteilte den Angeschuldigten zu 10 Tagessätzen à 100 Franken, welche bedingt ausgesprochen wurden. Die Probezeit beträgt 3 Jahre. Zudem hat der Verurteilte die Verfahrenskosten in der Höhe von 2500 Franken zu tragen.

Wer einen Hitlergruss aussende, verstosse klar gegen das Rassendiskriminierungsverbot, erklärte Schenker an der mündlichen Urteilsverkündung. Und dies sei kein Kavaliersdelikt. Ausserdem sei es unverständlich, wie man gerade solche Handlungen als patriotisch bezeichnen könne.

Wiederholtes Zeigen des Hitlergrusses

Der Angeklagte gehörte einer Gruppe von vier Rekruten an, die durch fremdenfeindliche Äusserungen und wiederholtes Zeigen des Hitlergrusses negativ aufgefallen waren.

Die drei anderen, aus der Romandie stammenden Rekrutenkollegen wurden bereits im März 2007 vom Militärgericht II in Yverdon verurteilt. Gegen sie wurden ebenfalls bedingte Geldstrafen ausgesprochen.

Der 22-Jährige Angeschuldigte selber war bereits in Österreich einmal wegen Landfriedensbruchs und Körperverletzung zu einer Geldbusse verurteilt worden. Dies, weil er im Frühling 2005 in Feldkirch (A) mit seinem Springerstiefel einen Polizisten am Schienbein verletzt hatte. Zur Tatzeit war er mit einer Gruppe von zehn parolenbrüllenden, rechtsextremen Skinheads unterwegs.

(smw/sda)

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