Rekruten vermöbelt - bedingte Haftstrafe
publiziert: Donnerstag, 19. Jan 2006 / 07:59 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 19. Jan 2006 / 08:45 Uhr

Aarau - Das Bezirksgericht Aarau hat am Mittwochabend fünf junge Türken wegen Raufhandels und weiterer Delikte schuldig gesprochen und zu mehrmonatigen Gefängnisstrafen verurteilt.

Das Gericht beurteilte die Schlägerei mit den Militärpersonen als «grobes und schweres Unrecht».
Das Gericht beurteilte die Schlägerei mit den Militärpersonen als «grobes und schweres Unrecht».
Sie hatten 2001 eine Schlägerei mit Militärpersonen angezettelt. Das Gericht sprach in seinem einstimmig gefällten Urteil Gefängnisstrafen zwischen 4 und 18 Monaten aus. Im Gegensatz zur Anklage, die in zwei Fällen einen unbedingten Strafvollzug forderte, wurden sämtliche Strafen zur Bewährung angesetzt.

Das Gericht beurteilte die Schlägerei mit den Militärpersonen als «grobes und schweres Unrecht». Den Verurteilten sei es darum gegangen, ihren «Frust am Gastgeberland abzureagieren. Es gebe keine Hinweise darauf, dass sich die Militärpersonen ungebührlich verhalten hätten.

Der Vorfall in Aarau hatte sich am 6. August 2001 ereignet. Die jungen Ausländer fühlten sich nach eigenen Angaben durch eine Gruppe von 10 bis 14 Rekruten, die sich vor dem McDonalds in ihrer Nähe aufhielt, provoziert.

Fausthiebe und Fusstritte

Nach einer verbalen Auseinandersetzung gingen die stark alkolisierten Ausländer mit Fausthieben und Fusstritten auf die Militärangehörigen los. Bei der Schlägerei wurden laut der Anklage auch ein Baseballschläger, ein Ledergurt und Mobiliar einer Gartenwirtschaft eingesetzt.

Fünf Unteroffiziere der in der Kaserne Aarau untergebrachten Infanterieschule, die den Rekruten zu Hilfe eilten, wurden leicht verletzt. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung und Bevölkerungsschutz (VBS) empfahl nach dem Vorfall in Aarau den Rekruten, nur noch in Gruppen in den Ausgang zu gehen.

(fest/sda)

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