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Bern - Wehrpflichtige sollen künftig nicht mehr über ihre Sexualität befragt werden. Die Autoren des Fragebogens wollen diesen Bereich streichen. Das VBS ist damit einverstanden - hält aber trotz Kritik gegen den Fragebogen am Rekrutierungstest fest.

Wir werden darauf verzichten, weiterhin Fragen aus dem Bereich Sexualität zu stellen, sagte Stefan Vetter, Autor des Fragebogens und Leiter der Fachstelle für Katastrophen- und Wehrpsychiatrie an der Universität Zürich, in der Sendung Echo der Zeit auf Schweizer Radio DRS 1.
In einem überarbeiteten Rekrutierungstest für das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) soll das Thema Sexualität gestrichen werden. Das bedeutet, dass ein wesentlicher Verhaltensbereich nicht einbezogen werden kann, sagte Vetter. Die Genauigkeit werde dadurch verschlechtert und psychische Probleme könnten weniger gut erkannt werden.
Am Grundsatz des Fragebogens halten wir fest, sagte VBS-Sprecher Oswald Sigg am Abend auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Es sei jedoch ohnehin konzipiert gewesen, den Fragebogen anzupassen.
Der Test habe sich bis anhin sehr gut bewährt. Bisher seien damit 10 000 angehende Rekruten ausgehoben worden. Eine einzige Person habe die Fragen nicht beantworten wollen. Leute, die sich weigern den Fragebogen auszufüllen, werden laut Sigg zu einem vertraulichen Gespräch mit dem Dienst habenden Arzt eingeladen.
In den Augen von SP-Nationalrat Paul Günter (BE) reicht diese Überarbeitung jedoch nicht aus. Er fordert einen Übungsabbruch. Diese Massnahme hätte man ganz zu Beginn treffen müssen, sagt der Präsident der Subkommission der Sicherheitspolitischen Kommission (SIK) des Nationalrats.
Diese wird sich als nächstes mit dem Rekrutierungstest befassen. Die Kommission werde den Fragen nachgehen, ob der Test über eine genügende gesetzliche Grundlage verfüge und ob der Datenschutz gewährleistet sei, sagte Kommissionspräsident Günter.
(bert/sda)








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