Basler Regierung bleibt hart
Rekurse gegen Sexualkunde abgewiesen
publiziert: Freitag, 6. Jul 2012 / 13:06 Uhr
Frühe Aufklärung ist sinnvoll. (Symbolbild)
Frühe Aufklärung ist sinnvoll. (Symbolbild)

Basel - Die Basler Regierung hat zwei Rekurse, mit denen Eltern für ihre Kinder die Dispensation vom Sexualkundeunterricht forderten, abgewiesen. Sie erachtet den Unterricht als verfassungskonform und geeignet, Kinder vor Übergriffen zu schützen und für die Gesundheitsprävention zu sensibilisieren.

3 Meldungen im Zusammenhang
Die rekurrierenden Eltern hatten die Dispensation ihrer Kinder von der Sexualkunde im Kindergarten beziehungsweise an der Primarschule verlangt. Die Schulleitungen hatten dies jedoch abgewiesen, worauf die Eltern ihr Begehren weiterzogen. Nun schützte die Regierung den Entscheid der Schulleitungen, wie sie am Freitag bekanntgab.

Die Schulbehörden hätten zu Recht keine generelle Dispensation vom Sexualkundeunterricht erteilt, heisst es in einer Regierungsmitteilung. Die obligatorische Teilnahme an diesem Unterricht verstosse nicht gegen übergeordnetes Verfassungsrecht.

Zwar berühre schulischer Sexualkundeunterricht die Grundrechte von Schulkindern und Eltern. Doch handle es sich nur um einen leichten Grundrechtseingriff. Und dieser sei gerechtfertigt, weil der Unterricht auf einer ausreichenden gesetzlichen Grundlage beruhe, im öffentlichen Interesse erfolge und verhältnismässig sei.

Der vom Erziehungsrat verabschiedete «Leitfaden Lernziel Sexuelle Gesundheit» sowie die Handreichung und die Unterrichtsmittel seien geeignet, die mit der Sexualkunde verfolgten öffentlichen Interessen zu erreichen - nämlich Schulkinder jeglichen Alters vor sexuellen Übergriffen zu schützen und für die gesundheitsrelevanten Aspekte von Sexualität zu sensibilisieren.

Weiterzug möglich

Die Eltern können den Entscheid ans Verwaltungsgericht Basel-Stadt weiterziehen. Die vorläufige Dispensation ihrer Kinder während des Verfahrens hatte ihnen indes das Bundesgericht schon im März verwehrt. Von ursprünglich drei Rekursen ist zudem einer inzwischen zurückgezogen worden, wie bei der Staatskanzlei auf Anfrage verlautete.

Der Sexualkundeunterricht in Basel-Stadt hatte schon zuvor Staub aufgewirbelt. So hatte ein Basler Elternkomitee massgeblich eine eidg. Initiative gegen zu frühe Sexualkunde initiiert; die Unterschriftensammlung wurde aber gestoppt, nachdem eine frühere Verurteilung eines Mitinitianten wegen Kindsmissbrauchs bekannt geworden war. Im Juni wurde die Initiative neu lanciert.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Kinder sollen schon früh sensibilisiert werden und Homosexuelle akzeptieren. (Symbolbild)
Bern - Sexualkunde an Schulen soll obligatorisch sein. Das fordern die Fachgruppen Homosexualität von Schweizer Parteien. Wichtig sei neben den herkömmlichen Aspekten auch die ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Einschulung.
Einschulung.
Publinews    Wenn man von optimaler Begleitung von Schulkindern spricht, denken wohl die wenigsten Menschen an einen Schulthek. Der Inbegriff der Begleitung liegt immer noch im Mutter- oder Vaterbegriff begraben. mehr lesen  
Publinews Zugegeben, einen «Sprachkurs» zu besuchen, das klingt in erster Linie nach pauken, pauken, pauken. Nur die wenigsten Schüler, Absolventen, Studenten oder junge Erwachsene haben genau das im Sinn, wenn die (Semester-)Ferien beginnen, die Schulzeit endet oder der Urlaub im Job endlich ansteht. mehr lesen  
Englisch ist inzwischen zu einer bedeutenden Weltsprache avanciert. In der Gegenwart dominieren nicht nur die ... mehr lesen  
Durch eine Reise in ein englischsprachiges Land lassen sich die eigenen Sprachkenntnisse unter Garantie verbessern.
Bedeutende Fragen stellen sich international erfolgreiche Menschen längst auch auf Englisch.
Business und Karriere  Die Anforderungen, die die Berufswelt von heute an Einsteiger, Bewerber und langjährige Arbeitnehmer ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich -1°C 13°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
Basel -1°C 14°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
St. Gallen 0°C 12°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
Bern -2°C 13°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Luzern -1°C 13°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
Genf 1°C 14°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 3°C 13°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten