Republikaner preisen McCain als «richtigen Mann»
publiziert: Mittwoch, 3. Sep 2008 / 07:16 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 3. Sep 2008 / 07:56 Uhr

St. Paul - Nach einem gedämpften Auftakt wegen des Hurrikans «Gustav» kommt der Wahlparteitag der US-Republikaner langsam in Schwung. Präsident George W. Bush würdigte den Präsidentschaftskandidaten John McCain als Schützer Amerikas und «richtigen Mann» für die Nation.

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Bush, dessen achtminütige Rede an die Delegierten in Minneapolis-St. Paul (Bundesstaat Minnesota) am Dienstagabend (Ortszeit) per Satellit aus dem Weissen Haus übertragen und von First Lady Laura Bush eingeleitet wurde, sagte, das Leben habe McCain darauf vorbereitet, wenn nötig auch harte Entscheidungen zu fällen.

«Er ist fähig, diese Nation zu führen.» Bush fuhr fort, die USA brauchten auch einen Präsidenten, der die Lehren aus den Anschlägen vom 11. September verstehe: die Notwendigkeit, Terrorattacken zu stoppen, bevor sie geschähen. «Der Mann, den wir benötigen, ist John McCain.»

Er sei zudem ein unabhängiger Mann, «der eigenständig denkt», stellte Bush weiter heraus. McCain habe keine Furcht, es zu sagen, «wenn er anderer Ansicht ist». Als Beispiel für den «Mut» des Kandidaten nannte der Präsident McCains starke Unterstützung für seine Entscheidung im vergangenen Jahr, die Truppen im Irak aufzustocken.

Geplante Tagesordnung

Bush hatte einen ursprünglich am Montag geplanten direkten Auftritt vor den 2400 Delegierten wegen «Gustav» abgesagt. Zudem war das gesamte Auftaktprogramm des Kongresses drastisch gekürzt worden.

Am Dienstag kehrten die Republikaner dann weitgehend zu ihrer geplanten Tagesordnung zurück. Das Programm stand unter dem Motto «Dienst (an unserem Land)» und war über weite Strecken McCains Verdiensten als Soldat und Gefangener im Vietnamkrieg sowie seiner langjährigen Amtszeit als Senator gewidmet.

Attacken gegen Obama

Zugleich kam es auch zu den ersten scharfen Parteitagsattacken gegen den demokratischen Spitzenbewerber Barack Obama. Der einstige demokratische und jetzt unabhängige Senator sowie enge McCain-Freund Joe Lieberman bezeichnete ihn als den «politisch unerfahrensten» Kandidaten der Geschichte.

Lieberman, der noch vor acht Jahren als Vize des damaligen demokratischen Präsidentschaftskandidaten Al Gore angetreten war, nannte Obama einen begabten und eloquenten Mann, der grosse Dinge in der Zukunft bewirken könne. Aber angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen sei Eloquenz kein Ersatz für Substanz, sagte der Senator aus Connecticut.

Alle Redner lobten zugleich Vizekandidatin Sarah Palin als aufrechte Konservative und zugleich entschlossene Reformerin. Sie werde frischen Wind in die Politik bringen und habe den Mut, es mit dem Washingtoner Establishment aufzunehmen.

280 Festnahmen

Wie bereits am Montag gab es am Rande des Parteitags erneut Demonstrationen gegen den Irakkrieg und die Politik der Regierung. Die Polizei setzte Tränengas gegen eine Gruppe von Demonstranten ein, die angeblich versuchte, die Sicherheitsabsperrungen um das Kongresszentrum zu durchbrechen. 280 Personen wurden wegen Unruhestiftung festgenommen.

(fest/sda)

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