Bakterium Klebsiella pneumoniae
Resistente Keime wüten in Brasilien
publiziert: Sonntag, 10. Okt 2010 / 10:00 Uhr
In Europa gibt es bisher nur vereinzelt Berichte über Todesfälle. (Symbolbild)
In Europa gibt es bisher nur vereinzelt Berichte über Todesfälle. (Symbolbild)

Rio de Janeiro - In Brasilien befürchten Experten immer mehr Todesfälle durch antibiotika-resistente Spitalkeime. In der brasilianischen Hauptstadt Brasilia zählten die Behörden in diesem Jahr bereits 18 Tote durch multiresistente Erreger des Typs KPC, gegen die es keine wirksamen Antibiotika gibt.

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Wie die brasilianische Zeitung «Estado de São Paulo» weiter berichtete, wurden im Hauptstadtbezirk seit Jahresbeginn insgesamt 108 Fälle von Infektionen mit dem KPC-Bakterium in zehn verschiedenen Kliniken gezählt.

«Wir sind beunruhigt über die wachsende Geschwindigkeit, mit der die Fälle auftreten», sagte die Verantwortliche für Spitalinfektionen des «Hôpital das Clinicas» der Universität São Paulo, Ana Sara Levin, der Zeitung.

Mehrere Patienten stammten aus anderen Teilen Brasiliens. Damit sei anzunehmen, dass der resistente Keim schon in anderen Regionen verbreitet sei.

Weite Verbreitung

Das Bakterium Klebsiella pneumoniae ist normalerweise für den Menschen ungefährlich. Wenn es aber resistente Gene enthält, kann es tödlich sein.

Diese sogenannten Klebsiella-pneumoniae-Carbapenemasen (KPC) wurden 2001 erstmals beschrieben und tauchten zunächst in New York auf. Seitdem haben sie sich über weite Teile der Welt verbreitet.

In Europa gibt es bisher aber nur vereinzelt Berichte über Todesfälle. Für Schlagzeilen sorgte jüngst ein vermutlich aus Indien und Pakistan stammendes ähnliches Bakterium namens NDM-1. Im August wurde ein erstes Todesopfer aus Belgien gemeldet.

(bert/sda)

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