Rettung der Waffenruhe
publiziert: Freitag, 11. Feb 2005 / 21:29 Uhr / aktualisiert: Freitag, 11. Feb 2005 / 22:39 Uhr

Gazastreifen - Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas bemüht sich im Gazastreifen um eine Durchsetzung der mit Israel vereinbarten Waffenruhe. Abbas wollte sich mit Anführern radikaler Palästinensergruppen treffen.

Israel wolle zunächst von militärischen Aktionen absehen.
Israel wolle zunächst von militärischen Aktionen absehen.
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Das Treffen wurde aber auf Samstag verschoben, wie ein Berater von Abbas mitteilte. Abbas hätte sich mit Anführern der Hama und des Islamischen Dschihads treffen sollen, die sich der Zerstörung Israels verschrieben haben.

Er wollte sie über das Nahost-Gipfeltreffen im ägyptischen Scharm el Scheich unterrichten. Abbas und Scharon hatten dort am Dienstag per Händedruck eine Waffenruhe vereinbart.

Keine Militärischen Aktionen

Scharons Berater Raanan Gissin erklärte, dass Israel zunächst von militärischen Aktionen absehen und Abbas Zeit lassen wolle, Schritte zu unternehmen. Jerusalem wolle ihm die Chance geben, gegen Extremisten vorzugehen. Es gebe auch kein Ultimatum.

Scharons Stellvertreter, Vize-Ministerpräsident, Schimon Peres traf in Tel Aviv den palästinensischen Verhandlungsminister Sajeb Erekat zu Gesprächen über den geplanten Abzug aus dem Gazastreifen. Peres rief die Palästinenser zur Zusammenarbeit bei dem von Israel im Sommer geplanten Abzug auf.

Widerstand in Israel

Die Waffenruhe stösst auch in Israel auf Widerstand: Finanzminister Benjamin Netanjahu wurde am Donnerstagabend auf einer Hochzeitsfeier von Gegnern des Gaza-Abzugs angegriffen und beschimpft.

Im November 1995 war der damalige Regierungschef Israels, Jizchak Rabin, von einem israelischen Rechtsextremisten ermordet worden. Zwei Jahre zuvor hatten Rabin und Jassir Arafat das so genannte Osloer Abkommen auf dem Rasen vor dem Weissen Haus in Washington per Händedruck besiegelt.

(bert/sda)

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