'Revanche' gegen Kanada nicht geglückt
publiziert: Donnerstag, 7. Apr 2005 / 09:33 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 7. Apr 2005 / 09:52 Uhr

Vor den letzten beiden Spielen der Vorrunde besteht für das Schweizer Männerteam um Skip Andreas Schwaller die Chance auf ein Weiterkommen an der Weltmeisterschaft in Victoria (Ka) immer noch.

Andreas Schwaller spielte seinen letzten Stein gegen Kanada viel zu kurz.
Andreas Schwaller spielte seinen letzten Stein gegen Kanada viel zu kurz.
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Die Olympia-Dritten von Baden Regio Privera siegten zum Abschluss einer Serie von guten, konstanten Leistungen gegen Italien mit 7:5 nach Zusatzend, verloren danach aber gegen die zweimaligen Weltmeister aus Kanada um Skip Randy Ferbey mit 3:7. Weil die meisten in der Rangliste gut platzierten Teams in den letzten Runde ihre Partien gewannen, konnten die Schweizer das Weiterkommen nicht mehr aus eigener Kraft sicherstellen.

Die Vorentscheidung in dem als grosse Revanche angekündigten Spiel gegen Kanada fiel schon im fünften End, als Andreas Schwaller exakt wie bei der Niederlage gegen die USA seinen letzten Stein gegen drei gültige kanadische Steine viel zu kurz spielte und sich dadurch ein gestohlenes Dreierhaus zum 1:5-Rückstand einhandelte.

Die Kanadier waren für diesen Match emotional richtig geladen und zeigte ihr bislang bestes Curling an diesem Turnier. Sie hatten vor vier Jahren in Lausanne den WM-Halbfinal gegen Schwallers Formation verloren und sich dabei betrogen gefühlt, weil die Schiedsrichter drei Steine von Randy Ferbey für ungültig erklärt hatten. Vor der jetzigen WM heizte Randy Ferbey die Stimmung gegen das Schweizer Team in der kanadischen Öffentlichkeit mit zynischen Aussagen in Zeitungsinterviews an.

"Im Match haben selber wir davon überhaupt nichts gemerkt", sagte Andreas Schwaller. Ferbey und seine Mitspieler hätten sich durchaus fair und sportlich verhalten. Anders das zwar fachkundige, aber äusserst chauvinistische Publikum: Schwallers fataler Fehlstein wurde von den 6000 mit Jubelgeschrei und Applaus quittiert.

Resultate:
Victoria (Ka). Männer-WM. Round Robin. 13. Runde: Schweiz (Baden Regio Privera/Christof Schwaller, Marco Ramstein, Stefan Karnusian, Skip Andreas Schwaller) - Italien (Alessandro Zisa, Marco Mariani, Fabio Alvera, Skip Joel Retornaz) 7:5 nach Zusatzend. Norwegen (Pal Trulsen) - USA (Pete Fenson) 6:3. Finnland (Markku Uusipaavalniemi) - Australien (Hugh Millikin) 6:5. Schottland (David Murdoch) - Dänemark (Johnny Frederiksen) 8:4. -- 14. Runde: Kanada (Marcel Rocque, Scott Pfeifer, Skip Randy Ferbey, David Nedohin) - Schweiz (Markus Eggler an 2. Position) 7:3. Deutschland (Andy Kapp) - Australien 8:6. Schweden (Eric Carlsen) - Dänemark 6:5. USA - Neuseeland (Sean Becker).

Rangliste (je 9 Spiele):
1. Norwegen 16. 2. Schottland 14. 3. Deutschland, Finnland, Kanada und USA je 12. 7. Schweiz 10. 8. Neuseeland 8. 9. Australien und Schweden je 4. 11. Dänemark und Italien je 2.

(fest/Si)

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