Kombination aus Neuroimaging und Künstlicher Intelligenz
Revolutionärer Algorithmus erkennt Essstörungen
publiziert: Mittwoch, 24. Feb 2016 / 21:30 Uhr
Auf der Waage: Frauen verlieren gesundes Mass.
Auf der Waage: Frauen verlieren gesundes Mass.

Das zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörende Istituto di Bioimmagini e Fisiologie Molecolari hat einen Algorithmus zur Aufdeckung von Essstörungen entwickelt. Mithilfe des innovativen Verfahrens lässt sich frühzeitig und ohne grösseren Aufwand ein Befund anfertigen.

1 Meldung im Zusammenhang
«In den vergangenen fünf Jahren haben wir mithilfe von Neuroimaging-Techniken erfolgreich die Gehirnregionen bestimmen können, die am meisten mit anomalen Essgewohnheiten zu tun haben», erklärt Projektleiter Antonio Cerasa. Erscheinungen wie Magersucht und Bulimie seien nicht nur auf psychologische Ursachen, sondern auch auf kleine Beschädigungen der Hirnzellen zurückzuführen.

Leider ist es bisher noch nicht möglich gewesen, die Anomalie als Biomarker zur Verbesserung der Diagnosemethoden zu nutzen. Grund dafür ist den Experten nach die Tatsache, dass spürbare Anzeichen erst in einem fortgeschrittenem Stadium auftreten und die Pathologie sich je nach Inviduum in sehr unterschiedlicher Form zeigt.

80 Prozent korrekt erkannt

«Der Durchbruch ist uns gelungen , als wir die Eigenschaften der Magnetischen Resonanz mit den Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz kombiniert haben», verdeutlicht Cerasa. Es handelt sich um ein Diagnoseverfahren, das dank eines speziellen Algorithmus und der gehirnmorphologischen Daten automatisch erkennt, ob es sich bei dem Probanden um eine gesunde oder kranke Person handelt.

Zu diesem Zweck wurde je eine aus 17 Frauen im Alter von 18 bis 40 Jahren an einer leichten Form der Essstörung leidende Gruppe einer aus gesunden Frauen bestehenden Gruppe gegenübergestellt. Bei der Auswahl der Probanden wurde besonders auf Faktoren wie Alter, Bildung und BMI geachtet. In 80 Prozent der Fälle konnte eine richtige Unterscheidung zwischen Kranken und Gesunden getroffen werden.

«Für eine klinische Anwendung müssten unsere Tests durch eine umfangreichere Stichprobe ergänzt werden», schränkt Cerasas Kollegin Isabella Castiglioni ein. Die Untersuchung wurde zusammen mit der gemeinnützigen Vereinigung Ippocampo in Cosenza durchgeführt. Einzelheiten können in der internationalen Fachzeitschrift Behavioural Neurology nachgelesen werden.

(pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Das Columbia University Medical Center hat in einem neuen Mausmodell nachgewiesen, wie eine Kombination ... mehr lesen
Gene und Umwelt beeinflussen die Magersucht.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
-
Publinews Papiliorama  Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Tiere und Pflanzen: erleben Sie das bunte Ballett der exotischen Schmetterlinge, welche frei um Sie herumfliegen, die bizzaren Kreaturen der Nacht, die Regenbogentukane und einheimischen Schmetterlinge, die Gliederfüsser mit ihren aussergewöhnlichen Formen und die Wollschweine, welche sich als Landschaftsgärtner betätigen. Das Papiliorama in Kerzers nimmt Sie mit auf eine spannende Entdeckungsreise. mehr lesen  
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben ... mehr lesen  
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Zika wird hauptsächlich durch Mückenstiche verbreitet.
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen auf ungeschützten Sex verzichten. Das riet ... mehr lesen  
Erhöhtes Osteoporose-Risiko  Trondheim - In den letzten Wochen der Schwangerschaft gehört die Weitergabe von Kalzium an den Fötus ... mehr lesen  
Die Knochendichte eines Frühchens ist geringer.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich -1°C 3°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Basel -1°C 5°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel sonnig
St. Gallen -3°C 1°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern -2°C 2°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 0°C 3°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Genf 2°C 5°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Lugano 6°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten