Rey-Bellets Ehemann immer noch auf der Flucht
publiziert: Dienstag, 2. Mai 2006 / 13:00 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 2. Mai 2006 / 15:55 Uhr

Les Crosets VS - Vom Ehemann der am Sonntag erschossenen Ex-Skirennfahrerin Corinne Rey-Bellet fehlt nach wie vor jede Spur. Die Polizei setzt die Suche nach dem Amokschützen fort.

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«Die Suche nach Gerold Stadler hat oberste Priorität», sagte der Sprecher der Walliser Kantonspolizei, Jean-Marie Bornet, auf Anfrage. Bislang tappe man aber noch im Dunkeln. Man wisse nicht, wo sich der Gesuchte aufhalte.

Seine Spur verlor sich im Weiler Huémoz oberhalb von Ollon VD. Dort hatte die Polizei am frühen Montagmorgen das Auto Stadlers gefunden.

Schwiegermutter überlebt

Am Vorabend war Stadler gesehen worden, wie er mit einer Waffe in der Hand das Haus der Rey-Bellets verlassen hatte. Gemäss den Angaben des Unterwalliser Untersuchungsrichters Philippe Medico hatte er vorher seine 34-jährige Ehefrau Corinne sowie deren Bruder erschossen. Zudem hatte er seine Schwiegermutter schwer verletzt. Über deren Gesundheitszustand war bis am Mittag vorerst nichts Neues zu erfahren. Ihr Zustand galt gestern Abend als stabil.

Das Beziehungsdrama ereignete sich am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr im Skiort Les Crosets VS im Elternhaus der Rey-Bellets. Stadler habe zuvor den zweieinhalbjährigen Sohn Kevin dorthin gebracht. Das Kind sei im 1. Stock des Hauses zu Bett gebracht worden.

Schüsse während Familien-Gespräch

Danach seien die Eltern in den unteren Stock gegangen, wo sich Rey-Bellets Mutter, ihr Vater sowie ihr Bruder aufgehalten hätten. Dort sei es zu einem Gespräch über die Beziehungsprobleme des Paares gekommen, das sich seit zehn Tagen in Trennung befunden habe, sagte Medico weiter.

Während des Gesprächs sei der Vater Rey-Bellets aus der Wohnung gegangen. In diesem Moment habe Stadler mehrere Schüsse auf seine Opfer abgegeben. Die Mutter der getöteten Geschwister wurde von fünf Schüssen getroffen. Sie sei schwer verletzt, ihr Zustand aber stabil, hiess es weiter.

Medico ging davon aus, dass der 34-jährige Stadler immer noch bewaffnet und gefährlich ist. Eine Grossfahndung mit 70 Beamten und Helikoptern ist immer noch im Gange.

Erfolgreiche Karriere

Corinne Rey-Bellet hatte den Privatbanker Gerold Stadler vor vier Jahren geheiratet. Sie lebte mit ihm und ihrem Söhnchen im st. gallischen Abtwil. Mit ihrer Familie im Wallis war Rey-Bellet im Immobilien- und Tourismusgeschäft aktiv.

Während ihrer Karriere gehörte Corinne Rey-Bellet mit fünf Weltcupsiegen - drei in der Abfahrt und zwei im Super-G - zu den weltbesten Skirennfahrerinnen. Für grosses Aufsehen sorgte sie 1999, als sie im österreichischen St. Anton zuerst die Abfahrt und drei Stunden später auch noch den Super-G gewann.

Ihren grössten Triumph feierte sie 2003 in St. Moritz GR, als sie Abfahrts-Vizeweltmeisterin wurde. Am Ende der Saison 2002/2003 trat sie aus gesundheitlichen Gründen vom Skirennsport zurück.

(fest/sda)

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