Rice drängt Nordkorea zu Atomverzicht
publiziert: Samstag, 19. Mrz 2005 / 08:02 Uhr / aktualisiert: Samstag, 19. Mrz 2005 / 08:23 Uhr

Tokio - US-Aussenministerin Condoleezza Rice hat Nordkorea erneut eindringlich zur Aufgabe seines Atomwaffenprogramms aufgefordert. Bei einem Vortrag in Tokio sagte Rice, Pjöngjang solle unverzüglich zu den Sechsergesprächen über sein Nuklearprogramm zurückzukehren.

Rice: Die USA hätten weder die Absicht, Nordkorea anzugreifen, noch wollten sie das Land besetzen.
Rice: Die USA hätten weder die Absicht, Nordkorea anzugreifen, noch wollten sie das Land besetzen.
Die USA hätten weder die Absicht, Nordkorea anzugreifen, noch wollten sie das Land besetzen, betonte die Aussenministerin weiter.

Rice forderte vor allem China auf, den Druck auf Nordkorea zur Wiederaufnahme der Sechsergespräche zu verstärken. Bei ihrem bevorstehenden Besuch in Peking werde sie ausloten, wie die USA und China in dieser Frage gemeinsame Fortschritte machen könnten.

Pjöngjang hatte erklärt, es besitze Atomwaffen und die Sechsergespräche abgebrochen. An diesen Gesprächen nahmen ausser Nordkorea Südkorea, China, Japan, die USA und Russland teil.

China zu Reformen aufgefordert

Rice forderte China zudem zu demokratischen Reformen auf. Der Wirtschaftsboom in China müsse auch zu grösseren politischen Freiheiten führen. Die chinesischen Führer würden feststellen, dass Demokratie möglich ist, sagte Rice.

Sie würden erkennen, dass Religionsfreiheit und der Respekt der Menschenrechte mit zu einer erfolgreichen Gesellschaft gehörten.

Japan in den Sicherheitsrat

Rice erklärte weiter, die USA wollten, dass Japan ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrat werde. Japan habe einen ehrenhaften Platz unter den Nationen der Welt durch eigene Anstrengungen und durch seine Wesensart verdient.

Zudem verlangte Rice, dass Japan das Importverbot für US-Rindfleisch aufheben müsse. Ende 2003 hatte Japan nach Berichten über Rinderwahnsinn in den USA den Import von amerikanischem Rindfleisch gestoppt.

Auf ihrer Asienreise war Rice bisher in Indien, Pakistan und Afghanistan.

(fest/sda)

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