Rice erhöht Druck auf Syrien
publiziert: Mittwoch, 2. Mrz 2005 / 11:59 Uhr

London - Die USA verfügen nach den Worten ihrer Aussenministerin Condoleezza Rice über Belege, dass die militante Palästinensergruppe Islamischer Dschihad von Syrien aus an der Planung des Bombenanschlages in Tel Aviv beteiligt war.

US-Aussenministerin Condoleezza Rice meint Beweise für syrische Terroraktivitäten zu haben.
US-Aussenministerin Condoleezza Rice meint Beweise für syrische Terroraktivitäten zu haben.
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Es gibt einen klaren Beweis, dass der palästinensische Islamische Dschihad in Damaskus nicht nur von dem Angriff wusste, sondern in die Planung eingebunden war, sagte Rice dem US-Fernsehsender ABC, der Auszüge des Interviews veröffentlichte.

Syrien habe deshalb eine Menge von Fragen zu beantworten. Wir wissen nicht, inwieweit Syrien beteiligt war, aber sicher ist, dass das, was auf dem Territorium von Syrien stattfindet, in und um Damaskus, eine Bedrohung für eine andere Art von Nahen Osten ist, die wir zu entwickeln versuchen.

Ein Selbstmordattentäter hatte sich am vergangenen Freitag vor einem Nachtclub in Tel Aviv in die Luft gesprengt und fünf Menschen mit in den Tod gerissen. Rund 50 weitere erlitten Verletzungen.

Die USA üben bereits seit dem Attentat auf den früheren Regierungschef des Libanon, Rafik al-Hariri, vor zwei Wochen erheblichen Druck auf die Regierung in Damaskus auf. So forderten die USA Syrien auf, seine rund 14 000 Soldaten aus dem Libanon abzuziehen.

Syriens Präsident Baschar el-Assad soll den Rückzug bereits in einigen Monaten in Aussicht gestellt haben, berichtet das US-Magazin Time in seiner jüngsten Ausgabe. Offizielle Kreise in Damaskus wiesen diese Darstellung aber zurück.

Syrien reagierte mit Verärgerung auf die jüngste Kritik von US-Aussenministerin Condoleezza Rice. Die USA wollten mit ihrer Politik die arabischen Staaten destabilisieren und dazu gehöre es, den Druck auf Syrien zu erhöhen, warf die syrische Regierungszeitung Tischrin den USA vor.

Es sei klar, dass die USA ihre Pläne mit Einschüchterungen und militärischer Gewalt durchsetzen wollten. Die Drohungen der Ministerin zeugten zudem von Hochmut und Arroganz. Von Regierungsseite wurde die jüngste US-Kritik zunächst nicht kommentiert.

(fest/sda)

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