Rice führt Gespräche mit Abbas
publiziert: Dienstag, 25. Jul 2006 / 23:40 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 26. Jul 2006 / 00:40 Uhr

Beirut/Ramallah - US-Aussenministerin Condoleezza Rice hat nach palästinensischen Angaben in Ramallah Gespräche mit Präsident Mahmud Abbas aufgenommen.

Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas.
Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas.
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Rice war zuvor in Israel mit Premier Ehud Olmert und Verteidigungsminister Amir Perez zusammengetroffen. Führer radikaler Palästinenserorganisationen teilten mit, sie lehnten den Besuch der US-Aussenministerin ab. In einem Flugblatt der führenden Fraktionen hiess es, Rice wolle «Druck auf die Palästinenser ausüben, damit diese ihren Kampf gegen die israelische Besatzung aufgeben».

Nach Angaben eines Hamas-Politbüro-Mitglieds dient die Verschleppung dreier israelischer Soldaten durch die libanesische Hisbollah und die palästinensische Hamas alleine dem Ziel eines Gefangenenaustausches.

Hamas und Hisbollah ohne Kooperation

«Verhandlungen über etwas anderes wird es nicht geben», erklärte der in der syrischen Hauptstadt Damaskus lebende Hamas-Vertreter Mohammed Nassal. Allerdings würden die Hisbollah und die Hamas «wegen der völlig unterschiedlichen Umstände», unter denen sie operierten, ihre Vorgehensweise nicht miteinander koordinieren. Deshalb könne er auch nicht für die Hisbollah sprechen.

Die Hamas hatte am 25. Juni einen israelischen Soldaten aus dem Gazastreifen verschleppt. Dies hatte zu israelischen Vorstössen in dem Palästinensergebiet geführt, bei denen über 100 Palästinenser ums Leben kamen.

«Kampf weiterführen»

Die Entführung zweier israelischer Soldaten durch die radikal- schiitische Hisbollah am 12. Juli hatte die jüngsten kriegerischen Auseinandersetzungen in Libanon ausgelöst. Israel hält drei Libanesen und über 8000 Palästinenser in Haft.

Unterdessen hat Olmert trotz internationaler Appelle angekündigt, den Krieg gegen die Hisbollah fortzusetzen. «Wir müssen den Kampf weiterführen», sagte Regierungschef Olmert vor einem Treffen mit Rice in Jerusalem. Zur Begründung verwies Olmert erneut auf Israels Recht auf Selbstverteidigung.

Stützpunkt eingenommen

In Südlibanon setzte Israel unterdessen seine Militäroffensive fort. Die Armee übernahm nach eigenen Angaben die Kontrolle über den wichtigen Hisbollah-Stützpunkt Bint Dschebel.

Die israelische Luftwaffe bombardierte erneut die südlichen Vororte von Beirut. Israel seinerseits wurde erneut von Hisbollah-Raketen beschossen.

(ht/sda)

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