Rice räumt Verfehlungen der USA ein
publiziert: Donnerstag, 8. Apr 2004 / 17:23 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 8. Apr 2004 / 17:50 Uhr

Washington - US-Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice hat generelle Versäumnisse in der Anti-Terror-Politik der USA in den vergangenen zwei Jahrzehnten eingeräumt. Präsident George W. Bush nahm sie aber gegen Vorwürfe in Schutz.

'Die Terroristen führten Krieg gegen uns, aber wir nicht gegen sie.'
'Die Terroristen führten Krieg gegen uns, aber wir nicht gegen sie.'
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Die Terroristen führten Krieg gegen uns, aber wir nicht gegen sie, sagte Rice unter Eid in einer öffentlichen Erklärung vor dem Untersuchungsausschuss zu den Anschlägen vom 11. September 2001.

Mehrere US-Regierungen seien zu nachlässig gegen die Terrorgefahr vorgegangen. Bush habe dem Kampf gegen die El Kaida von Beginn seiner Amtszeit an aber höchste Priorität eingeräumt: Präsident Bush verstand die Bedrohung, er verstand ihre Bedeutung.

Die allererste grössere Richtlinie in der nationalen Sicherheitspolitik nach Bushs Amtsantritt im Januar 2001 habe der Bekämpfung der El Kaida gegolten, sagte Rice. Nicht Russland, nicht Raketen, nicht Irak sei damals das oberste Anliegen der Regierung gewesen. Die Direktive wurde am 4. September verabschiedet.

Rice widersprach damit Behauptungen ihres früheren Anti-Terror-Beauftragten Richard Clarke. Dieser hatte der Regierung Bush vorgehalten, die Bedrohung durch das El-Kaida-Netzwerk Osama bin Ladens vor dem 11. September nicht ernst genug genommen zu haben.

Nach dem Abgang Bill Clintons habe die Bush-Regierung die bisherige Anti-Terror-Politik zunächst fortgesetzt, weil es keinen Aufschub im Kampf gegen die El Kaida geben sollte. Man habe aber an einem Strategie-Wechsel im Kampf gegen das Terrornetzwerk gearbeitet.

Nach einem Statement zu Beginn der Anhörung stellte sich Rice den Fragen der zehnköpfigen Kommission. Der Ausschuss wollte Rice vor allem zu den Vorwürfen ihres früheren Anti-Terror-Beauftragten Clarke befragen.

Rice und Bush hatten erst nach massivem Druck in die öffentliche Befragung der Sicherheitsberaterin eingewilligt.

(rr/sda)

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