Der CNN-Kultmoderator sieht in die nahe Zukunft
Richard Quests Prognose für das Reisejahr 2015
publiziert: Samstag, 27. Dez 2014 / 13:52 Uhr / aktualisiert: Samstag, 27. Dez 2014 / 15:30 Uhr
Sharing, der neue Weg zu Reisen?
Sharing, der neue Weg zu Reisen?

Während für das Jahr 2014 langsam aber sicher die Sonne untergeht, wenden sich unsere Gedanken bereits der sich abzeichnenden Morgenröte des Jahres 2015 und all dem zu, was es mit sich bringen mag.

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Vorhersagen können eine gewagte Sache sein, ganz besonders in der Welt des Reisens. Nichtsdestotrotz möchte ich in den folgenden Zeilen festhalten, welche Entwicklungen ich erwarte, wenn die Sonne über dem neuen Jahr aufgegangen ist:

Neue Wege Geld zu sparen

Da Reisende zunehmend nach Wegen suchen, Geld zu sparen, ohne jedoch gleichzeitig auf Komfort verzichten zu müssen, wird das nächste Jahr im Zeichen der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen stehen.

Ob man nun auf der Couch eines Fremden schläft oder aber die Nacht in einem luxuriösen Penthouse verbringt - was Unterkünfte angeht, gibt es für jeden Geldbeutel eine passende Lösung. Pioniere wie AirBnB haben mittlerweile Konkurrenz von einigen interessanten Neulingen bekommen: OneFineStay konzentriert sich auf Objekte der gehobenen Preisklasse, das Prinzip von Seiten wie Couchsurfing.com oder CampInMyGarden.com zu erraten, dürfte nicht schwer fallen.

Gemeinsames Nutzen von Fahrzeugen

Das gemeinsame Nutzen von Fahrzeugen ist in diesem Zusammenhang der nächste logische Schritt. So wird das Wachstum von Uber lediglich davon getrübt, wie kontrovers das Unternehmen diskutiert wird. Doch Uber ist für die Kunden nicht die einzige Option auf dem Markt. Auch Relay Rides, Flight Car und GetAround können Reisenden die Mühe ersparen, ein Auto mieten zu müssen.

Sobald also für Unterkunft und Fortbewegungsmittel gesorgt ist, ist es an der Zeit, sich der Verpflegung zuzuwenden. Mein Tipp: Meiden Sie die Ketten und geniessen Sie stattdessen selbstzubereitete Kost in der Gesellschaft eines ortsansässigen Gastgebers: Feastly, Cookening, und EatWithALocal bieten alle genau das an.

Von Ortsansässigen profitieren

Wenn Sie dann satt sind, können Sie sich mit weiteren Ortsansässigen treffen und von deren Wissen profitieren: Von Wanderungen im Zeichen der Strassenkunst San Franciscos bis hin zu Nachfotografie in Paris bieten Ihnen Webseiten wie Vayable die Möglichkeit, das reichhaltige Wissen der Menschen vor Ort zu nutzen.

Eine Sache jedoch, die man definitiv lieber Profis überlassen sollte, ist das Flugzeug. Die Rivalität zwischen Airbus und Boeing wird 2015 angesichts der Markteinführung des Airbus A350 noch intensiver werden. Sowohl die Tragflächen als auch der Rumpf sind aus kraftstoffsparendem Karbon gefertigt, womit der A350 dem Dreamliner 787 von Boeing auf dem Langstreckenmarkt Konkurrenz machen wird.

Japan hat seit etwa einem halben Jahrhundert kein eigenes Flugzeug für gewerbliche Flüge mehr hergestellt. Dies wird sich jedoch 2015 ändern, wenn Mitsubishi mit einer grosszügig dimensionierten, leisen und obendrein kraftstoffeffizienten neuen Maschine in den harten Kampf um Marktanteile einsteigen und dem brasilianischen Embraer sowie dem kanadischen Bombardier Konkurrenz machen wird.

Flughäfen mit verschiedenen Neuerungen

Sobald Sie also den nagelneuen Jets auf der Landebahn entstiegen sind, werden Sie mit Wohlwollen zur Kenntnis nehmen, dass auch Flughäfen dank verschiedener Neuerungen zunehmend cleverer werden: Schanghai, Miami und Kopenhagen testen seit einiger Zeit Technologien, die nützliche Informationen direkt auf Ihr Smartphone schicken.

Da wären etwa so praktische Dinge wie zum Beispiel, dass ihre Bordkarte auf dem Display angezeigt wird, sobald Sie sich dem Check-In nähern. Andere Angebote sind schlicht kommerzieller Natur. So erhalten Sie etwa Werbegutscheine, während Sie sich im Duty-Free-Bereich aufhalten. Darüber hinaus können Sie per Smartphone auch Informationen bezüglich Ihres Gates auf den neuesten Stand bringen oder herausfinden, auf welchem Förderband Sie Ihr Gepäck in Empfang nehmen können.

Hat man den Flughafen einmal verlassen, muss es manchmal ganz einfach das gute, alte Hotel sein - und auf diesem Gebiet gibt es einige spektakuläre Neuigkeiten, auf die man sich freuen kann: Seit diesem Monat können Peking-Reisende das beeindruckende Kempinski Sunrise geniessen. In zehntausend Glaspaneele gehüllt und nachts von LEDs hell erleuchtet, ähnelt dieses Hotel durchaus einer aufgehenden Sonne.

Auf beiden Seiten des Eurotunnels werden nach langwierigen Modernisierungsarbeiten Hotels von höchstem Rang ihre Wiedereröffnung feiern. In London öffnet «The Lanesborough» nach achtzehnmonatiger Generalüberholung wieder seine Pforten, während in Paris die langerwartete Rückkehr eines alten Freundes kurz bevor steht: die des Ritz.

Der Mann, der die Kategorie des Boutique-Hotels sozusagen erfunden hat, Ian Schrager, erweitert in Partnerschaft mit Marriott die Angebotspalette seiner Edition Hotels. Nach Istanbul, Miami und London wird sich im neuen Jahr auch New York in diese Riege einreihen.

Reisen mit schmalem Geldbeutel

Für Reisende mit schmalem Geldbeutel, die gleichzeitig hohe Erwartungen im Bezug auf Stil haben, gibt es weiterhin das sogenannte «Poshtel» - ein Hybrid aus Hostel und Hotel. Das U Hostel etwa, ein restaurierter Palast aus dem neunzehnten Jahrhundert in Madrid, oder auch das Maverick Hostel, ein ehemaliges habsburgisches Gutshaus in Budapest, lassen diesbezüglich keine Wünsche offen.

Die technologische Entwicklung wird weiterhin Hotelbuchungen und Hotelaufenthalte revolutionieren. Marriott testet zum Beispiel 3D-Headsets, um dem Kunden die Erfahrung einer umfassenden virtuellen Realität zu bieten. Mit Instant Messaging-Apps wie WeChat in China oder Line in Japan, können nun Zimmer gebucht werden. Auch die Zimmerschlüssel gibt es mittlerweile als Apps für das Smartphone. Mit dem «Botler», einem als Butler fungierendem Roboter, erprobt die Starwood Group aktuell die ultimative technologiebasierte Verhätschelung des Kunden.

Sollten Sie darüber grübeln, an welche Orte es Sie im Jahr 2015 verschlagen könnte, gibt es durchaus das eine oder andere neue Ziel, das es zu erwägen gilt.

Abu Dhabi möchte der kulturelle Mittelpunkt des Nahen und Mittleren Ostens sein und investiert beträchtliche Summen, um dieses Ziel zu erreichen. So wird zum Beispiel im Dezember im Saadiyat Distrikt des Emirats der Louvre Abu Dhabi eröffnet, während es bereits fortgeschrittene Pläne für das Zayed Nationalmuseum sowie eine Filiale des Guggenheim gibt.

Einfacher in den Genuss von Kultur kommt man jedoch noch immer in Europa, wo für das Jahr 2015 zwei Kulturhauptstädte benannt wurden: Zum einen erwartet die mittelalterliche Stadt Mons in Belgien zwei Millionen Gäste zu Kunstveranstaltungen und Museumseröffnungen. Die Tschechische Republik hingegen feiert das kulturelle Angebot Pilsens. Die für ihr Bier bekannte westböhmischen Stadt wird mit dem Klang der restaurierten Glocken der örtlichen Kathedrale, dem pulsierenden Leben verschiedener Strassenfestivals mit riesigen Marionetten und modernen Zirkusdarbietungen viele Besucher in ihren Bann ziehen.

Zur gleichen Zeit werden auf den Flüssen Südostasiens im nächsten Jahr Kreuzfahrtschiffe entlang gleiten. Firmen wie Viking, Haimark oder Avalon Waterways erweitern ihre Flotten, um ihre Passagiere über den Mekong und den Irrawaddy an Ziele in Myanmar, Vietnam oder Kambodscha zu bringen.

Zu guter Letzt

Bevor über dem Jahr 2015 die Sonne aufgeht, mag manch einer - wenn auch nur flüchtig - bereits daran denken, dass sie schon bald wieder verschwindet. Die Färöer Inseln sowie die norwegische Insel Svalbard sind die einzigen Orte, von denen aus man im nächsten Jahr die totale Sonnenfinsternis sehen können wird. Da sich dieses Naturschauspiel bis 2026 nicht wiederholen wird, sollten sie möglichst bald Ihr Ticket dorthin buchen.

Falls Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich gerne!

(Richard Quest, CNN International/pd)

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