Richterin sieht bislang keine Straftaten im Mannesmann-Prozess
publiziert: Mittwoch, 31. Mrz 2004 / 16:54 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 31. Mrz 2004 / 19:37 Uhr

Düsseldorf - Im Mannesmann-Prozess können alle Angeklagten nach dem bisherigen Stand der Beweisaufnahme mit Freisprüchen rechnen. Es sei keine strafbare Untreue erkennbar, weil eine gravierende Pflichtverletzung nicht nachzuweisen sei.

Auch der Schweizer Joe Ackermann wurde auf Untreue angeklagt.
Auch der Schweizer Joe Ackermann wurde auf Untreue angeklagt.
Die umstrittenen Prämien in Millionenhöhe nach der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone seien allerdings zum Teil aktienrechtlich unzulässig gewesen, sagte die Vorsitzende Richterin, Brigitte Koppenhöfer, in Düsseldorf.

Die Prämien hätten nicht im Interesse des Unternehmens gelegen. Die Angeklagten hätten sich aber Rechtsauskunft eingeholt und seien dem Rat der Experten gefolgt. Deswegen hätten sie nach vorläufiger Bewertung strafrechtlich schuldlos gehandelt, auch wenn teilweise noch Aufklärungsbedarf bestehe.

Lediglich bei der Millionenprämie für den damaligen Aufsichtsrats-Chef Joachim Funk sah das Gericht eine "gravierende Pflichtverletzung", weil für diesen Beschluss keine sorgfältige Entscheidungsgrundlage vorgelegen habe. Da die Angeklagten auch in diesem Fall der Rechtsauskunft gefolgt seien, hätten sie schuldlos gehandelt und seien einem "unvermeidbaren Verbotsirrtum" erlegen.

Auf den Fortgang der Mitte Januar eröffneten Hauptverhandlung hat die Zwischenbilanz des Gerichts gemäss einem Gerichtssprecher allerdings keine Auswirkungen. Der Prozess wird wie geplant am Donnerstag fortgesetzt.

Die Staatsanwaltschaft hält denn auch weiterhin an ihrer Anklage fest. Sie habe die von der Strafkammer vertretene Auffassung zum Ergebnis der bisherigen Beweisaufnahme zwar zur Kenntnis genommen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Sie halte aber uneingeschränkt an den Anklagevorwürfen fest.

Seit Ende Januar müssen sich sechs führende deutsche Manager und Gewerkschafter wegen Untreue oder Beihilfe dazu vor Gericht verantworten. Angeklagt sind unter anderem der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der frühere IG-Metall-Vorsitzende Klaus Zwickel sowie Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser.

(pt/sda)

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