Datenschutz
Richtlinien für «Cloud-Computing» an Schulen
publiziert: Montag, 21. Okt 2013 / 17:35 Uhr
Cloud Computing sollte verschlüsselt werden.
Cloud Computing sollte verschlüsselt werden.

Bern - Die Vereinigung der Schweizerischen Datenschutzbeauftragten Privatim sorgt sich um den Datenschutz an den Schulen. Grund ist der zunehmende Einsatz von «Cloud Computing». Mit einem Merkblatt weisen die Datenschützer nun auf den richtigen Umgang mit Datenwolken hin.

5 Meldungen im Zusammenhang
Das «Cloud Computing» befindet sich bei Unternehmen und Behörden auf dem Vormarsch. Dabei wird die Datenspeicherung nicht mehr vom Unternehmen oder der Behörde selber betrieben, sondern von einem Cloud-Service-Anbieter als Dienstleistung gemietet.

Die Daten befinden sich nicht mehr im firmeneigenen Netzwerk, sondern in einer sogenannten Wolke. Datenschützer befürchten dabei Verstösse gegen den Datenschutz.

Zu den bekannten Cloud-Diensten gehören etwa Dropbox, Microsoft Office 365 oder Google Drive. Schulen, welche über die Nutzung solcher Dienste nachdenken oder diese bereits nutzen, stehen im Fokus des Papiers, das die Datenschutzbeauftragten am Montag verabschiedeten.

Die Vereinigung Privatim hält darin fest, dass «grundsätzlich ein schriftlicher Vertrag zwischen der Schule und dem Cloud-Anbieter» erforderlich ist. Darunter fällt auch das einfache Akzeptieren von Nutzungsbedingungen.

Schlüssel muss beim Nutzer sein

Das Problem: Bei Standardprodukten können gemäss Privatim oft keine Verträge vereinbart werden oder aber die Nutzungsbedingungen entsprechen nicht den datenschutzrechtlichen Anforderungen.

Standardprodukte fallen für Schulen also faktisch weg. Es sei denn, es bestehe die Möglichkeit, die Daten zu verschlüsseln, teilte Privatim-Präsident Bruno Baeriswyl auf Anfrage mit. «Wichtig dabei ist, dass der Schlüssel beim Nutzer der Cloud liegt und nicht beim Cloud-Anbieter.» Dropbox oder Google Drive gehören gemäss Baeriswyl nicht zu den Anbietern, die diese Vorgabe erfüllen.

Mit anderen Worten: Passen Dropbox und Google Drive ihre Nutzungsbedingungen nicht an, kommen sie für einen Einsatz in den Schulen nicht mehr in Frage.

Konkret muss in den Nutzungsbedingungen etwa festgehalten sein, dass die Verfügungsmacht bei der Schule liegt und die Daten nur für die Zwecke der Schule bearbeitet werden können. Ausserdem soll das Schweizerische Recht angewendet werden und Streitfälle sollen zwingend vor Schweizer Gerichte kommen.

Kontrollen in den Schulen

Die Richtlinien, über die am Samstag der «Tages-Anzeiger» berichtet hatte, konkretisieren gemäss Baeriswyl die geltenden gesetzlichen Anforderungen. Die Datenschutzbeauftragten würden mittels Kontrollen überprüfen, ob die an den Schulen eingesetzten Cloud-Lösungen die gesetzlichen Bestimmungen erfüllten.

 

(fest/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Schweizer Schulen können künftig den Cloud-Dienst Office 365 von ... mehr lesen
Nach Office 365 wurde laut Baeriswyl in den Schulen häufig gefragt. (Symbolbild)
Verteidigung von gestern: Trotz gestiegener Budgets falsche Prioritäten. (Archivbild)
Frankfurt - Wenn es um die IT-Sicherheit geht, setzen viele Unternehmen und Organisationen trotz gestiegener Risiken durch Cyberkriminelle die falschen Prioritäten. Einer Erhebung der ... mehr lesen
Der Netzwerkausrüster Ericsson hat, ... mehr lesen
Gibt es im Jahr 2017 neun Milliarden Mobilfunkanschlüsse?
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Corona-Pandemie eröffnet Cyberkriminalität neue Chancen.
Corona-Pandemie eröffnet Cyberkriminalität neue ...
Publinews Die Corona-Pandemie hat nicht nur für einen regelrechten Boom beim Homeoffice gesorgt, sondern gleichzeitig auch der Cyberkriminalität vermehrt neue Chancen eröffnet. mehr lesen  
Publinews Spätestens seit dem Bitcoin-Boom im Jahr 2017, wo der Bitcoin-Kurst ein Rekordhoch nach dem nächsten sprengte, ... mehr lesen  
Kryptowährungen schnell und einfach über das Smartphone kaufen.
Beim Surfen im Internet werden digitale Spuren hinterlassen, in vielen Fällen nicht zum Vorteil der User.
Lage in der Schweiz und International  Bern - Der 30. Halbjahresbericht der Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI) befasst sich mit den wichtigsten Cybervorfällen der zweiten Jahreshälfte ... mehr lesen  
SMS-Token zusätzlich zu deinem domains.ch Passwort  St. Gallen - Domains sind ein wertvolles immaterielles Gut. Nicht vorzustellen was passieren würde, wenn dein operativer und Umsatz bringender Online-Shop auf einmal gekapert ... mehr lesen
Einfaches Einstellen der sichereren Zweifaktor-Authentifizierung bei domains.ch.
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 1°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel Hochnebel
Basel 1°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
St. Gallen -1°C 3°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel Hochnebel
Bern 0°C 3°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel wechselnd bewölkt
Luzern 1°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Hochnebel Hochnebel
Genf 3°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Lugano 4°C 8°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten