Riesenpech: Cancellaras Medaillenträume enden mit Sturz
publiziert: Samstag, 28. Jul 2012 / 17:17 Uhr / aktualisiert: Samstag, 28. Jul 2012 / 21:09 Uhr
Das Rennen nahm für Fabian Cancellara ein bitteres Ende.
Das Rennen nahm für Fabian Cancellara ein bitteres Ende.

Fabian Cancellara wird sein Pech in dieser Saison nicht los. Der Berner fällt im olympischen Strassenrennen, eine grosse Spitzengruppe anführend, 15 km vor dem Ziel nach einem Sturz verletzt aus.

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Cancellara tat sich erneut an der Schulter weh. Bereits Anfang April hatte er sich in der Flandern-Rundfahrt einen dreifachen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Im Spital wird nun abgeklärt, ob es sich bei seiner Verletzung nur um eine Prellung, oder um einen neuerlichen Bruch handelt. Bis zur verhängnisvollen Szene kurz vor Schluss hatten die Schweizer ein perfektes Rennen gezeigt und die favorisierten Briten in die Defensive gezwungen.

Nutzniesser des Dramas um Cancellara wurde letztlich der Kasache Alexander Winokurow, der im September 39 Jahre alt wird und schon vor 12 Jahren Olympia-Silber gewonnen hatte, damals hinter dem Deutschen Jan Ullrich. Der Kasache feierte somit ein fast unglaubliches Comeback. Vor einem Jahr hatte er sich an der Tour de France einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen, wonach die Karriere beendet schien. Doch der zähe Winokurow kämpfte sich zurück und wurde nun mit Gold belohnt.

Gregory Rast als bester Schweizer auf Platz 8

Winokurow verwies im Spurt den Kolumbianer Rigoberto Uran auf Platz 2. Der Südamerikaner hatte 10 km vor dem Ziel aus einer ursprünglich 42köpfigen Spitzengruppe attackiert, einzig Winokurow konnte ihn kontern. Der Norweger Alexander Kristoff sicherte sich im Spurt der Verfolger, acht Sekunden zurück, Bronze. Als bester Schweizer klassierte sich der Zuger Gregory Rast als Achter. Ein schlechter Lohn für das Schweizer Team, das bis zum Unfall von Cancellara sehr gut gekämpft hatte.

Schon kurz nach dem Start hatte sich eine zwölfköpfige Spitzengruppe abgesetzt, in der sich mit Michael Schär ein Schweizer einreihte und in der sich mit dem Russen Denis Mentschow, dem Australier Stuart O'Grady und dem Slowenen Janez Brajkovic namhafte Fahrer befanden. Die Flüchtlinge konnten sich zwar nie entscheidende absetzte, aber sie zwangen die favorisierten Briten dazu, den ganzen Tag Nachführarbeit zu verrichten. Prompt wurden Bradley Wiggins, Mark Cavendish und Co. 50 km überrascht, als sich eine grössere Gruppe absetzte, in der neben Schär, Gregory Rast und Michael Albasini auch der Schweizer Teamleader Fabian Cancellara steckte.

Zwei Felder

Es bildeten sich praktisch zwei Felder. Vorne 42 Mann mit den vier Schweizern, dahinter das Feld, angeführt von den Briten und den Deutschen, die für die Sprinter Cavendish und André Greipel die Pace bestimmten. 40 km vor dem Ziel lag die Spitze rund eine Minute vor dem Feld, und es zeichnete sich bald ab, dass es das Feld nicht mehr schaffen würde, die Lücke zu schliessen. Die Ausgangslage für die Schweizer schien überaus vielversprechend, bis eben Cancellara durch seine Unachtsamkeit aus der Entscheidung geworfen wurde.

Resultate:
1. Alexander Winokurow (Kas). 2. Rigoberto Uran (Kol), gleiche Zeit. 3. Alexander Kristoff (No) 0:08 zurück. 4. Taylor Phinney (USA). 5. Sergej Lagutin (Usb). 6. Stuart O'Grady (Au). 7. Jurgen Rolaendts (Be). 8. Gregory Rast (Sz). 9. Jack Bauer (Au). 10. Lars Boom (Ho), alle gleiche Zeit. Ferner: 56. Martin Elmiger (Sz) 0:40. 86. Michael Schär (Sz), gleiche Zeit. 95. Michael Albasini (Sz) 0:50. 105. Fabian Cancellara (Sz) 5:43.

(bg/Si)

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