Paläontologie
Riesige Urzeit-Giraffe am Computer rekonstruiert
publiziert: Mittwoch, 13. Jan 2016 / 16:06 Uhr
So könnte die Urzeit-Giraffe ausgesehen haben. (Symbolbild)
So könnte die Urzeit-Giraffe ausgesehen haben. (Symbolbild)

London - Britische Forscher haben einen lange ausgestorbenen Verwandten der heutigen Giraffen am Computer nachgebildet. Vermutlich war es das grösste wiederkäuende Säugetier, das je gelebt hat.

Mit den grazilen Giraffen, die wir heute kennen, hatte Sivatherium giganteum wohl eher wenig gemein. «Das war ein schweres Tier mit dicken Beinen», sagte Christopher Basu vom Royal Veterinary College gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Das Tier mass auf Schulterhöhe fast zwei Meter und wog 1,2 Tonnen.

Es hatte einen kürzeren Hals als heutige Giraffen und ein flaches Gesicht. Der Kopf war mit zwei 70 Zentimer langen Hörnern und einem zusätzlichen, kleineren Paar über den Augen bewehrt, wie Basu und Kollegen kürzlich im Fachjournal «Biology Letters» schrieben.

Skelett virtuell vervollständigt

Sie errechneten das vollständige Skelett und Aussehen des urzeitlichen Giraffenverwandten mithilfe von 3D-Rekonstruktionen am Computer. Als Grundlage verwendeten sie 26 Knochenüberreste von drei verschiedenen Tieren. Rippen, Rücken und Becken fehlten jedoch. Die Forscher rekonstruierten deren Form anhand der Anatomie von Sivatheriums noch lebenden Verwandten, den Giraffen und Okapis.

Sivatherium lebte während eines Zeitraums von fünf Millionen bis 12'000 Jahre vor unserer Zeit. Die ersten Wissenschaftler, die das in den 1830er Jahren in Indien entdeckte Fossil untersuchten, hielten es fälschlicherweise für einen Verwandten der Elefanten und Nashörner.

(sda)

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Die Knochendichte eines Frühchens ist geringer.
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