«Risikobären» werden abgeschossen
publiziert: Dienstag, 25. Jul 2006 / 13:00 Uhr

Bern - Bären sollen in der Schweiz leben können, so lange sie die Sicherheit von Menschen nicht gefährden.

Bären und Menschen sollen in der Schweiz nebeneinander existieren können.
Bären und Menschen sollen in der Schweiz nebeneinander existieren können.
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Risikobären, die Menschen verletzt haben oder gar töten, werden abgeschossen. Dies steht im ab sofort gültigen Konzept Bär des Bundes.

An erster Stelle steht jedoch das möglichst konfliktfreie Zusammenleben zwischen Tier und Mensch. Das vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) verabschiedete Konzept basiert laut einer Mitteilung des Bundesamtes auf der Überzeugung, «dass Bären und Menschen in der Schweiz nebeneinander existieren können».

Gemäss Konzept als unauffällig gelten Bären, die man kaum zu Gesicht bekommt. Wo sie leben, lanciert der Bund Projekte zur Schadenverhütung. Die Kantone müssen die Bärenbestände überwachen und darüber informieren, wo sich Bärinnen mit Jungen aufhalten. Sie können Menschen am ehesten gefährlich werden.

Vergrämung von «Problembären»

Taucht ein Bär wiederholt in der Nähe von Siedlungen auf, hinterlässt er grosse Schäden und kommt es zu gefährlichen Situationen, weil das Tier keine Scheu vor Zweibeinern hat, spricht das Konzept von einem Problembären. Das 2005 aus Italien ins Engadin eingewanderte Braunbären-Männchen wäre gemäss dem Konzept Bär als Problembär einzustufen.

Ein solches Tier wird narkotisiert, mit einem Sender versehen und vergrämt. Die Mittel zu dessen Vertreibung sind scharfe Hunde, Knallpetarden, Lärm und Gummischrot, wie Reinhard Schnidrig, Leiter Sektion Jagd, Wildtiere und Waldbiodiversität beim BAFU auf Anfrage sagte. «Ziel ist, dass der Bär lernt, dass die Nähe zu Menschen unangenehm und schmerzhaft ist, er aber in der freien Natur seine Ruhe hat.»

Abschuss von «Risikobären»

Lässt sich das Tier dadurch nicht aus der Nähe von Dörfern und Weilern vertreiben oder hat es Menschen angegriffen und verletzt oder gar getötet, wird es zum «Risikobär». Das bedeutet sein Todesurteil. «Am Schluss geht immer der Mensch vor», sagte Schnidrig dazu.

Zur Verhinderung von Bärenschäden wende der Bund zur Zeit 20´000 bis 30´000 Franken auf, führte Schnidrig weiter aus. Für bärentypische Schäden, etwa zerstörte Bienenhäuschen oder Kaninchenställe, kommt der Bund zu 100 Prozent auf.

Das Konzept Bär wurde ausgearbeitet, nachdem im Sommer 2005 erstmals seit 100 Jahren wieder ein Bär in der Schweiz gesichtet wurde. Das Tier wurde während Wochen im Engadin und im Münstertal beobachtet.

(bert/sda)

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