Road-Pricing-Idee: Städte sind «sehr interessiert»
publiziert: Freitag, 7. Dez 2007 / 12:58 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Dez 2007 / 16:04 Uhr

Bern - Mit seinen Plänen für Road-Pricing-Versuche rennt der Bundesrat bei den Städten offene Türen ein, wie erste Reaktionen zeigen. «Sehr interessiert» sei man, allerdings müssten Kantone und Umland mitziehen.

Für die Städte und Agglomerationen sind die Versuche freiwillig.
Für die Städte und Agglomerationen sind die Versuche freiwillig.
7 Meldungen im Zusammenhang
«Wir sind grundsätzlich sehr interessiert an solchen Versuchen», sagte Martin Waser, Zürichs Stadtrat und Tiefbauvorsteher.

Allerdings dürfte ein Versuch an der Stadtgrenze nicht aufhören. Auch das Glattal und das Limmattal müssten mit einbezogen werden. Eine Mitziehen des Kantons sei deshalb zentrale Bedingung.

Die Stadt Zürich werde jetzt auf das Gesetz des Bundes warten und dann entscheiden, ob sie einsteigen werde, sagte Waser weiter. Dieser Prozess brauche Zeit.

Komplexe Aufgabe

«Wir können nicht einfach ein Konzept aus der Konserve ziehen», erklärte der Stadtrat. Waser gab zu bedenken, dass punkto Verkehr der Leidensdruck in der Schweiz verglichen mit dem Ausland sehr moderat sei.

Im Kanton Basel-Stadt wurde der Entscheid des Bundesrates ebenfalls positiv aufgenommen. Basel sei sehr daran interessiert, eine der Pilotregionen zu werden, sagte Baudirektorin Barbara Schneider.

Schneiders Ansicht nach wäre Basel für einen Versuch wegen seiner zahlreichen Einfallsachsen besonders interessant.

Ablehnung durch ACS

Der Strassenverkehrsverband strasseschweiz und der Automobil Club der Schweiz (ACS) lehnen Road Pricing kategorisch ab. Daran ändere auch nichts, dass vorerst nur Versuche laufen sollen, schreibt strasseschweiz.

Die Stadt sei indessen die Mitte einer Region und ihre Erreichbarkeit für die Wirtschaft zentral. Werde die Strassenbenützung zahlungspflichtig, gehe die Zentrumsfunktion verloren. Falls die Innenstädte mit Road Pricing entlastet werden sollten, müssten zuerst leistungsfähige Stadtumfahrungen vorhanden sein.

Der Automobil Club der Schweiz (ACS) reagiert mit Unverständnis auf das «Testen» der Abgabe. Andernorts durchgeführte Versuche zeigten, wie teuer die nötige Infrastruktur sei.

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Wirtschafts- und ... mehr lesen
«Sinkende Umsätze»: Bruno Frick.
In Zürich wird es noch kein Road Pricing geben.
Zürich - Der Zürcher Kantonsrat hat ... mehr lesen 1
Bern - Road Pricing soll im Kanton ... mehr lesen
Das Road Pricing soll in Zusammenarbeit mit den Bundesämtern weiter entwickelt werden.
Zürich - Bundesrätin Doris Leuthard ... mehr lesen
Die Schweiz müsse ihren Beitrag im Ausland leisten, sagte Leuthard.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Ein elektronisches Gerät für die Preiserfassung.
Bern - Infrastrukturen wie Strasse, ... mehr lesen
Bern - Vor einem Entscheid über die ... mehr lesen
In England sei das Road Pricing bereits erfolgreich eingeführt worden.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter strengen Auflagen wieder öffnen. In einem ersten Lockerungsschritt sind an einem Tisch maximal vier Personen oder Eltern mit Kindern erlaubt.
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter ...
Publinews Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken dürfen wieder öffnen  Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 entschieden, die Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus weiter zu lockern. Ab Montag, 11. Mai 2020, können Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken wieder öffnen, in den Primar- und Sekundarschulen darf der Unterricht wieder vor Ort stattfinden und im Breiten- und Spitzensport sind wieder Trainings möglich. Das Fahrplanangebot im öffentlichen Verkehr wird deutlich erhöht. Für die Maturitätsprüfungen können dieses Jahr die Erfahrungsnoten im Zeugnis stehen, über schriftliche Prüfungen für die gymnasiale Maturität entscheiden die Kantone. Die Lockerungen werden durch Schutzkonzepte begleitet. Das Abstandhalten und die Hygienemassnahmen müssen nach wie vor eingehalten werden. Parallel zu diesen Öffnungsschritten werden die Einreisebeschränkungen gelockert. Ab dem 11. Mai soll zudem in allen Kantonen die flächendeckende Rückverfolgung ... mehr lesen  
Auch die Online Medien sollen profitieren  Bern - Die Medien sind für unsere direkte Demokratie von zentraler Bedeutung. Sie informieren die Bevölkerung und ermöglichen dadurch wichtige Debatten. Sinkende Erträge machen ... mehr lesen
Um die Medienbranche bei der digitalen Transformation zu unterstützen, sollen neu auch Online-Medien gefördert werden.
Bundesrat hat entschieden  Der Bundesrat hat am Mittwoch über weitere Lockerungen in der Coronakrise informiert. Dabei machte er auch Angaben zu den Profiligen im Sport und zu Grossveranstaltungen. mehr lesen  
Selbständigerwerbende können trotz allfälliger Öffnung am 11. Mai 2020 bis am 16. Mai weiterhin Kurzarbeitsvergütungen bekommen, wenn das Geschäft wegen hygienischen oder anderen Einschränkungen nicht so schnell an Fahrt aufnimmt.
Publinews Bern - Die sukzessive Aufhebung der Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erfordert Anpassungen bei der Entschädigung des ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 8°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Basel 9°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 7°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
Bern 7°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Luzern 9°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
Genf 11°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
Lugano 14°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten