Rocca zum Vierten - Albrecht mit Laufbestzeit
publiziert: Sonntag, 8. Jan 2006 / 15:12 Uhr

Giorgio Rocca hat auch den vierten Weltcup-Slalom des Winters gewonnen. Der Italiener siegte in Adelboden vor dem Amerikaner Ted Ligety.

Giorgio Rocca ist der erste Slalom-Fahrer seit Kalle Palander, der 4 Rennen hintereinander gewinnt.
Giorgio Rocca ist der erste Slalom-Fahrer seit Kalle Palander, der 4 Rennen hintereinander gewinnt.
Die Qualifikation für den zweiten Durchgang hatten Daniel Albrecht und Marc Berthod mit den Rängen 26 und beziehungsweise 27 knapp geschafft, doch am Nachmittag lieferten die Youngsters ein weiteres Mal den Beweis ihres grossen Talents ab: Der Walliser fuhr erstmals in seiner jungen Karriere in einem Weltcup-Rennen Laufbestzeit, der Bündner, tags zuvor schon Zweitbester im zweiten Riesenslalom-Lauf, war Drittschnellster.

Bestergebnis für Albrecht

Albrecht ist damit so gut klassiert wie noch nie in einem Weltcup-Slalom. Als bisherige Bestergebnisse wies er die 14. Ränge vom Dezember 2004 in Beaver Creek (USA) und in Flachau (Ö) aus. Abgesehen vom 4. Platz in der Kombination vor einem Jahr in Wengen, war er bislang erst einmal, als Elfter im Riesenslalom vor gut einem Jahr in Beaver Creek, weiter vorne klassiert. Berthod holte sogar seine ersten Weltcup-Punkte im Slalom. Die beiden Freunde brachten mit ihren Vorstellungen auch die kritischen Stimmen etwas zum Verstummen, die zuletzt mancherorts zu hören waren. Den beiden 22- Jährigen wurde primär die zu hohe Ausfallquote zum Vorwurf gemacht, als Grund wurde die «kopflose» Fahrweise genannt.

Zurbriggen am 3. Tor out

Die restlichen drei Schweizer Starter verpassten den Sprung unter die ersten 30. Für Silvan Zurbriggen war der erste Auftritt des Winters vor heimischem Publikum schon kurz nach dem Start verpfuscht. Der Walliser rutschte im dritten Tor weg und büsste damit jegliche Chance auf die Qualifikation für den zweiten Lauf ein. Zurbriggen macht derzeit die schwierigste Phase seiner Karriere durch. Er ist nach wie vor auf der Suche nach dem optimalen Material. Nach dem schweren Sturz im Super-G-Training von Ende Juli in Zermatt und der damit verbundenen vierwöchigen Zwangspause konnte er die Abstimmungsarbeiten nicht wie gewünscht vorantreiben. Dazu läuft er einem Trainingsrückstand hinterher.

Urs Imboden (32.), der am Samstag seinen 31. Geburtstag feierte, verpasste in seinem ersten Weltcup-Slalom seit einem Jahr die Qualifikation für den zweiten Durchgang dagegen um lediglich neun Hundertstel. Der Bündner war nach dem Slalom in Kitzbühel aus dem Weltcup-Kader eliminiert worden. Imboden bereitete sich auf eigene Kosten auf diesen Winter vor. Marc Gini scheiterte wie am Vortag im Riesenslalom im Steilhang.

«Viererpack» für Rocca

Rocca ist der erste Slalom-Fahrer seit Kalle Palander, dem der «Viererpack» gelang. Der Finne hatte vor drei Jahren vor und nach den Weltmeisterschaften in St. Moritz in Kitzbühel, Schladming, Youngpyong und Shigakogen triumphiert. Vom Startrekord seines Landsmannes Alberto Tomba ist Rocca indessen noch ein schönes Stück entfernt. «La Bomba» hatte im Winter 94/95 die ersten sieben Slaloms für sich entschieden.

Erster Verfolger Roccas in Adelboden war der Amerikaner Ted Ligety. Der 21-Jährige aus Park City steigerte sich nach den 3. Plätzen in Beaver Creek und in Kranjska Gora abermals. Benjamin Raich baute mit Rang 3 seine Führung in der Gesamtwertung aus.

Der erste Lauf, in dem 34 Fahrer nicht ins Ziel kamen, forderte auch im Kreise der Prominenz viele Ausfallopfer. Auf der Strecke blieben unter anderen Bode Miller, Rainer Schönfelder, der vor zwei Jahren den zuvor letzten Slalom in Adelboden gewonnen hatte, Manfred Pranger, Mario Matt und Aksel Lund Svindal.

Das Schlussklassement:
1. Giorgio Rocca (It) 1:39,14. 2. Ted Ligety (USA) 0,60 zurück. 3. Benjamin Raich (Ö) 0,78. 4. Jean-Pierre Vidal (Fr) 1,07. 5. Kalle Palander (Fi) 1,31. 6. Markus Larsson (Sd) 1,34. 7. André Myhrer (Sd) 1,42. 8. Kjetil Jansrud (No) 1,93. 9. Alois Vogl (De) 2,02. 10. Michael Janyk (Ka) 2,13. 11. Reinfried Herbst (Ö) 2,15. 12. Daniel Albrecht (Sz) 2,52. 13. Andreas Omminger (Ö) 2,53. 14. Pierrick Bourgeat (Fr) 3,10. 15. Patrick Thaler (It) 3,13. 16. Marc Berthod (Sz) 3,16. 17. Chip Knight (USA) 3,17. 18. Kilian Albrecht (Ö) 3,54. 19. Felix Neureuther (De) 3,78. 20. Bernard Vajdic (Sln) 3,96. 21. Mitja Valencic (Sln) 4,32. 22. Andreas Nilsen (No) 4,41. 23. Cristian Deville (It) 4,73. 24. Erik Schlopy (USA) 4,99. 25. Jean-Philippe Roy (Ka) 5,26. 26. Tom Rothrock (USA) 17,87.

(lg/Si)

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