Datenschutzkommission muss über den Fall entscheiden
Roche hält an Drogentests für Lehrlinge fest
publiziert: Mittwoch, 4. Apr 2001 / 16:21 Uhr

Basel - Der Basler Pharmakonzern Roche hält an den Drogentests für seine Lehrlinge fest, obwohl der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte deren Einstellung empfohlen hat. Nun muss die Eidgenössische Datenschutzkommission darüber entscheiden.

Roche habe dem Datenschutzbeauftragten den Entschluss, die Drogentests weiterzuführen, in einer ausführlichen Stellungnahme mitgeteilt, schreibt das Basler Unternehmen am Mittwoch in einem Mediencommuniqué. Roche hatte die Tests für seine Lehrlinge 1997 eingeführt.

Datenschutzbeauftragter zieht Fall weiter

Der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte (EDSB) hatte Roche im Februar empfohlen, die Drogentests einzustellen. Der EDSB werde den Fall nun der Eidgenössischen Datenschutzkommission zum Entscheid vorlegen, sagte der Sprecher des EDSB auf Anfrage. Ein Entscheid der Datenschutzkommission könnte noch vor Bundesgericht angefochten werden.

Der EDSB hatte im vergangenen Monat festgehalten, dass Drogentests einen «massiven Eingriff» in die Persönlichkeit der Betroffenen darstellten. Sie seien deshalb «nur unter ganz bestimmten Bedingungen erlaubt».

Eltern von Roche-Lehrlingen dafür

Roche stellt sich auf den Standpunkt, dass Suchtgefahr nur bei frühzeitiger Erkennung wirksam entgegengetreten werden könne. Auch habe sich eine grosse Mehrheit der Eltern der Lehrlinge in einer kürzlich durchgeführten Befragung für die Weiterführung der Tests ausgesprochen.

Die meisten Roche-Lehrlinge haben gemäss der Mitteilung zudem einen Arbeitsplatz mit erhöhtem Sicherheitsrisiko. Über 50 Prozent der Lehrlinge wohnten ausserdem in einem Lehrlingsheim, so dass Roche eine Erziehungsfunktion wahrnehme.

(kil/sda)

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