Roche spendet zwei Millionen Tamiflu-Dosen
publiziert: Dienstag, 17. Jan 2006 / 11:56 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 17. Jan 2006 / 12:25 Uhr

Peking - In Peking hat die internationale Geberkonferenz zum Kampf gegen die Vogelgrippe begonnen. Nach Ansicht von Experten drängt die Zeit. Roche kündigte in Peking eine Grossspende des Grippemittels Tamiflu an.

Tamiflu ist neben Zanamivir das einzig wirksame Mittel gegen die Virusgrippe.
Tamiflu ist neben Zanamivir das einzig wirksame Mittel gegen die Virusgrippe.
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Der Konzern habe zugestimmt, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 20 Millionen Dosen zu geben, mit denen zwei Millionen Menschen behandelt werden könnten, sagte die WHO-Sonderbeauftragte für pandemische Influenza, Margaret Chan. Letztes Jahr hatte Roche bereits 30 Millionen Tamiflu-Dosen zugesagt.

Die WHO hoffe, dass diese erste Lieferung ihr bald zur Verfügung stehe, um in Notfällen bei den ersten Zeichen einer Pandemie eingesetzt werden zu können. Tamiflu gilt als das wirksamste Mittel gegen das gefährliche Virus H5N1. Daneben setzt die WHO auch auf des Grippemittel Relenza des britischen Konzerns GlaxoSmithKline.

Geldgeber sollen koordiniert und schnell handeln

Die erfolgreiche Bekämpfung der Vogelgrippe hängt nach Einschätzung von Experten mehr denn je von einem raschen und koordinierten Handeln der betroffenen Staaten und der Geldgeber ab.

«Das Risiko einer weltweiten Epidemie ist gross», auch wenn weder der Zeitpunkt noch die Schwere einer drohenden Pandemie vorhergesagt werden könnten, sagte Chan.

«Wenn die Mobilisierung von Geldern nicht umgehend erfolgt, wird in ein paar Monaten weit mehr Geld benötigt», sagte der Chef-Veterinär der UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO), Joseph Domenech.

Über 1,2 Mrd. Dollar benötigt

Die Weltbank rechnet mit einem Bedarf von 1,2 bis 1,4 Mrd. Dollar, um in betroffenen Entwicklungsländern die Gesundheitsdienste und die veterinärmedizinische Versorgung zu verbessern. Zudem soll die Überwachung gestärkt werden. Sie selbst hat bislang 500 Mio. Dollar freigegeben. Die EU hat 100 Mio. Dollar zugesagt.

An der Konferenz in Peking nehmen Vertreter von 89 Staaten, darunter die Schweiz, und 20 internationalen Organisationen teil.

(fest/sda)

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