Regierung distanziert sich
Römische Verschleierung von Nacktstatuen in der Kritik
publiziert: Mittwoch, 27. Jan 2016 / 14:32 Uhr

Rom - Die Debatte um verhüllte antike Nacktstatuen in Rom wegen des Besuchs des iranischen Präsidenten Hassan Rohani sorgt weiter für Empörung in Italien. Die Regierung distanzierte sich nach heftiger Kritik von dem Beschluss.

3 Meldungen im Zusammenhang
Italiens Kulturminister Dario Franceschini kritisierte die Entscheidung: «Weder ich noch Renzi sind über den Beschluss informiert worden, dass man die Statuen verhüllen wollte». «Es hätte andere Wege gegeben, um nicht die Sensibilität eines derart wichtigen ausländischen Gasts zu verletzten», sagte Franceschini laut Medienangaben vom Mittwoch.

Die Verhüllung der antiken Skulpturen in den Kapitolinischen Museen bezeichnete er als «unbegreiflich». Aus Respekt vor der iranischen Kultur und dem Glauben Rohanis hatten die Behörden mehrere nackte Statuen hinter schrankähnlichen Konstruktionen versteckt.

Das Denkmalamt in Rom bestritt ebenfalls, die Verhüllung der Statuen angeordnet zu haben. Ein Sprecher erklärte, dass die Statue auf Druck der Regierung versteckt worden seien, die Rohanis Besuch organisiert habe.

«Lächerliche Unterwerfung»

In den Streit schaltet sich am Mittwoch auch die populistische Oppositionspartei «Fünf Sterne» ein. Diese rief Premier Matteo Renzi auf, den Fall im Parlament zu klären. Mitte-Rechts-Parteien hatten die Verhüllung der Statuen bereits zuvor als «lächerliche Unterwerfung» gegenüber dem Islam kritisiert. «Renzi hat Italien und unsere christlich-griechische-jüdische Wurzeln gedemütigt», erklärte etwa Michaela Biancofiore von der konservativen Partei Forza Italia.

Der iranische Präsident hatte Renzi am Montagabend auf dem Kapitolshügel getroffen und war später in den Museen vor die Presse getreten. Aus Rücksicht auf den muslimischen Glauben Rohanis sei beim Abendessen auch kein Wein serviert worden, berichteten italienische Medien.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Paris - Milliardenverträge und Abkommen beenden die Isolierung des Iran. In ... mehr lesen
Auf gute Geschäfte.
Wieder enthüllte Aphrodite: Erleichtert, Rohani nicht gesehen zu haben.
Andreas Kyriacou Das Römer Kapitolmuseum verhüllte im Vorfeld des Besuchs des Iranischen ... mehr lesen 2
Teheran - Bei der ersten Station seiner Europareise hat sich der iranische Präsident Hassan Ruhani in Rom bemüht, die ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 17
«Der Champfèrsee» von Ferdinand Hodler.(Ausschnitt)
«Der Champfèrsee» von Ferdinand Hodler.(Ausschnitt)
Landschaftsbild aus dem Engadin  Bern - Das Gemälde «Der Champfèrsee» von Ferdinand Hodler hat für 2,17 Millionen Franken den Besitzer gewechselt. Bei der Auktion am Dienstag in Zürich wurden Schweizer Kunstwerke für insgesamt 5,1 Millionen Franken verkauft. mehr lesen 
3406 digitale Bänden  Berlin - 37 Millionen Artikel umfasst die Online-Enzyklopädie Wikipedia aktuell in 300 Sprachen - eine kaum vorstellbare Grössenordnung. Der New Yorker Künstler Michael Mandiberg macht die Dimension greifbar - und stellt die deutsche Wikipedia als begehbaren Bibliothek dar. mehr lesen  
In La Chaux-de-Fonds  La Chaux-de-Fonds - Das Museum für Kulturen des Islam in La Chaux-de-Fonds NE ist am Wochenende eröffnet worden. Den Besuchern ... mehr lesen  
Den Besuchern wurden neben den Ausstellungen auch Ateliers, Erzählungen und Kalligraphie-Kurse geboten.
Frühlingserwachen im Museum Langmatt Grosse Meister des Impressionismus treten in Dialog mit bekannten zeitgenössischen Schweizer Künstlerinnen und Künstlern. Die ...
Titel Forum Teaser
  • Pacino aus Brittnau 731
    Und noch ein Pionier . . . . . . ach hätten wir doch bloss für jeden hundertsten Juristen einen ... Fr, 24.06.16 09:54
  • jorian aus Dulliken 1754
    SRG: Eishockey & und der ESC Wer am Leutschenbach nicht gehorcht, muss den ESC oder die Eishockey WM ... Fr, 13.05.16 05:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Die... Entscheidung von A. Merkel ist völlig richtig: -Sie ist juristisch ... So, 17.04.16 14:13
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Komiker... Böhmermann wird vermurlich, damit die Türkei-Deal-Marionetten in Berlin ... Di, 12.04.16 13:37
  • Bogoljubow aus Zug 350
    Sind Sie sicher dass es nicht Erdowann oder gar Erdowahn heisst? So, 03.04.16 10:47
  • HeinrichFrei aus Zürich 431
    Zürich: von «Dada» zu «Gaga» Die «Dada» Veranstaltungen in Zürich zeigen, dass «Dada» heute eher zu ... Mo, 15.02.16 22:51
  • Midas aus Dubai 3810
    Finde den Unterschied Ah ja, wieder der böse Kapitalismus. Wie gesagt, haben Sie ein besseres ... Mo, 01.02.16 02:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Schöner kann man's nicht erklären «Es handelt sich hier um ausserordentlich sensible Figuren. Da ist zum ... So, 31.01.16 16:48
art-tv.ch Gotthard. Ab durch den Berg Das Forum Schweizer Geschichte in Schwyz zeigt die Tunnelbauten ...
Niconé.
Felix Steinbild
news.ch hört sich jede Woche für Sie die interessantesten neuen CDs an und stellt sie Ihnen hier ausführlich vor.


Online hören

Play
PlayerEQ
Mit Flash Player hören
Mit dem eigenen Player hören

Jetzt läuft

timer

Letzte 10 Titel

timer
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 15°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 15°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 15°C 23°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern 15°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 15°C 25°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 14°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 18°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten