«Röstigraben» nur bedingt überschritten
Romands reisen öfter in Deutschschweiz als umgekehrt
publiziert: Mittwoch, 21. Mai 2014 / 10:58 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 21. Mai 2014 / 11:55 Uhr
Die Deutschschweizer bereisen die Romandie nicht ganz so oft.
Die Deutschschweizer bereisen die Romandie nicht ganz so oft.

St. Gallen - Ferienreisende aus der Deutschschweiz überqueren selten den «Röstigraben»: Nur gerade 3 Prozent ihrer Reisen führen in die Romandie, wie eine Studie der Universität St. Gallen (HSG) zeigt. Umgekehrt wählen Romands die Deutschschweiz bei 14 Prozent ihrer Reisen als Ziel.

3 Meldungen im Zusammenhang
Die Studie beruht auf einer Umfrage bei 3500 Schweizer Haushalten, wie die Universität St. Gallen (HSG) am Mittwoch mitteilte. Obwohl die Lebensbedingungen in der West- und der Deutschschweiz nahezu gleich sind, verbringt die französisch sprechende Schweizer Bevölkerung viel öfter Ferien in der Deutschschweiz als umgekehrt.

Deutschschweizer bleiben lieber im eigenen Sprachraum: 31 Prozent ihrer Reisen führen an Ziele im eigenen Landesteil. Romands machen nur zu 17 Prozent Ferien im eigenen Sprachgebiet. Dies überrasche nicht, schreibt die HSG. Denn in der Deutschschweiz gebe es rein flächenmässig mehr Reiseziele als in der Romandie.

Romands reisen gerne nach Frankreich

Bei Reisezielen ausserhalb der Schweiz bevorzugen die Romands stärker als die Deutschschweizer den eigenen Sprachraum - also zum Beispiel Frankreich: 36 Prozent der Auslandreisen von Romands führen in französischsprachige Gebiete, 30 Prozent an Orte ausserhalb des Sprachraums.

Umgekehrt verbringen die Deutschschweizer nur 24 Prozent ihrer Auslandreisen im eigenen Sprachgebiet (Deutschland, Österreich), während es sie in 36 Prozent der Fälle in die weite Welt hinaus zieht. Ins Tessin schliesslich reisen Deutschweizer doppelt so oft (6 Prozent) wie Romands (3 Prozent).

Deutschweizer reisen teuerer

Unterschiede gibt es aber nicht nur bei den Reisezielen: Gemäss der Studie ziehen Deutschschweizer Touristen Aktiv- und Erlebnisreisen vor. Reisende aus der Romandie dagegen wollen vor allem dem Alltag entkommen und Neues erfahren.

Deutschschweizer geben mehr fürs Reisen aus als Romands - obwohl sich die Einkommen nur minim unterschieden. Reisen von Deutschweizerinnen und Deutschweizern kosten durchschnittlich 1450 Franken, bei den Romands sind es 1070 Franken.

Ein Grund dafür könnte sein, dass Romands fast doppelt so oft bei Freunden und Bekannten oder in einfachen Hotels übernachten wie Deutschweizer. Letztere leisten sich häufiger ein gutes bis sehr gutes Hotel, wie die Universität St. Gallen schreibt.

(awe/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Viele Schweizer haben keine Ahnung, wie es ennet dem Röstigraben aussieht. Jeder vierte St. Galler und jeder vierte Bündner ... mehr lesen
Jeder vierte St. Galler war noch nie in der frankophonen Schweiz. (Symbolbild)
Soll es dieses Mal vielleicht doch nach Paris gehen?
Luxemburg - Die Schweiz gehört zu den reisefreudigsten Ländern Europas. ... mehr lesen
Die Lehrerinnen und Lehrer der Romandie appellieren an die Deutschschweizer Kantone, den Französischunterricht nicht zu ... mehr lesen
Kantone sollen in den ersten Schuljahren den Französischunterricht der englischen Sprache vorziehen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Schweiz hat in jeder Hinsicht viel zu bieten - dank Hotelcard finden ...
Publinews Hotelcard  Bei der Bezeichnung «typisch Schwiiz» denkt man sofort an Käse, Schokolade oder Jodeln. Aber unser facettenreiches Land hat noch viel mehr zu bieten als Fondue, Toblerone oder Schwyzerörgeli. mehr lesen  
Publinews Kommen Sie vorbei und geniessen Sie im Plättli Zoo in Frauenfeld einige unvergessliche Stunden und hautnahe, tierische Erlebnisse. mehr lesen  
.
Publinews Der Freizeitpark Ravensburger Spieleland begeistert die ganze Familie jetzt auch als Kurzurlaubsziel. mehr lesen  
Publinews Ein fesselndes Erlebnis für gross und klein im Herzen des Kantons Graubünden. Besuchen Sie das Bündner Naturmuseum in Chur und entdecken Sie die natürliche Vielfalt des ... mehr lesen  
Auge in Auge mit der Natur.
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 0°C 4°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen bewölkt, etwas Schnee
Basel -1°C 5°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen bewölkt, etwas Schnee
St. Gallen -2°C 2°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregen stark bewölkt, Schnee
Bern -1°C 3°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Schnee
Luzern 0°C 4°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen bewölkt, etwas Schnee
Genf -3°C 3°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Schnee
Lugano 0°C 2°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen wechselnd bewölkt
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten