Romney bemüht sich um Schadensbegrenzung
publiziert: Donnerstag, 20. Sep 2012 / 08:05 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 20. Sep 2012 / 10:18 Uhr
Romney versucht nach Wähler-Beschimpfung sein Ansehen zu retten
Romney versucht nach Wähler-Beschimpfung sein Ansehen zu retten

Washington - US-Präsidentschaftskandidat Romney bemüht sich um Schadensbegrenzung. Nach dem Wirbel um abfällige Äusserungen über Obama-Wähler versichert der republikanische US-Präsidentenkandidat nun, dass ihm alle Amerikaner am Herzen lägen.

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«Mein Wahlkampf dreht sich um 100 Prozent», sagte der Ex-Gouverneur am Mittwoch in einem Interview des spanischsprachigen Fernsehsenders Univision. «Er dreht sich um die 100 Prozent in Amerika, und ich sorge mich um sie. Ich bin besorgt über die Tatsache, dass das Leben für Amerikaner in den vergangenen vier Jahren härter geworden ist.»

Am Montag war in den USA ein Video publik geworden, das aus dem Mai stammt und mit einer versteckten Kamera aufgenommen wurde. Darin erklärte der Multimillionär am Rande einer Spendensammelaktion bei reichen Geldgebern, sein Wahlkampf sei nicht auf jene «47 Prozent» der Wähler ausgerichtet, die Obama unterstützten.

Er charakterisierte sie als Sozialschmarotzer, die Gesundheitsfürsorge, Essen und Wohnraum vom Staat einforderten und keine Einkommensteuer zahlten.

Teile des heimlichen Mitschnitts waren dem linksgerichteten Magazin «Mother Jones» zugespielt worden und hatten den Herausforderer von Präsident Barack Obama bei der Wahl am 6. November in Erklärungsnot gebracht. Auch in der eigenen Partei gab es Kritik, mehrere Senatoren gingen auf Distanz.

Das Univision-Interview war zunächst im Internet gezeigt worden. Das Romney-Lager veröffentlichte dann Auszüge, bevor das Interview am späten Abend im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Darin beklagt Romney, dass mehr und mehr Leute in Armut gerieten und auf Lebensmittelmarken angewiesen seien.

«Ich kann es»

«Die Frage in diesem Wahlkampf ist nicht, wem die Armen und der Mittelstand wichtig sind. Mir sind sie wichtig, ihm sind sie wichtig», sagte Romney in Bezug auf Präsident Obama. «Die Frage ist, wer den Armen und der Mittelklasse helfen kann. Ich kann es. Er kann es nicht.»

«Die Menschen in Amerika werden eine bessere Zukunft haben, wenn sie mich zum nächsten Präsidenten wählen», sagte Romney. Er konstatierte eine Spaltung der USA, die ihm Sorgen bereite. «Die Politik hat uns in gewisser Hinsicht auseinandergetrieben». Wenn er jedoch am 6. November gewählt werde, wolle er «jedes Quäntchen meiner Energie darauf verwenden, dieses Land zusammenzubringen».

Zugleich kündigte Romney eine Verschärfung des US-Einwanderungsrechts auf Bundesebene an. Details zu diesem Punkt nannte er nicht. Jedoch sagte der Republikaner, es sei nicht sein Ziel, «Menschen im ganzen Land zu verhaften und abzuschieben».

Früher in diesem Jahr hatte Romney vorgeschlagen, Menschen, die in der USA keine Arbeit fänden, sollten «sich selbst abschieben». Dafür wurde er sowohl von Obamas Demokraten als auch aus den eigenen Reihen kritisiert.

(alb/sda)

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Die Religiösen kommen!
Sie sind auf dem Vormarsch und was wir von denen zu erwarten haben, kann man absehen.
Deutsche Politiker sehen sich bemüht, diesen - zugegeben, saudummen - Schandfilm über Mohammed zu verbieten, sie schützen diese Kinderverstümmelung der Knaben Beschneidung, sie haben nicht den Mut, den Koran zu kritisieren, sie machen ein Riesengeschrei, wegen Koranverbrennungen, kurz, sie gehen von den radikalen Muslimen in die Knie und kuschen. Sie sind auch nicht in der Lage, den rechten Mob zu bändigen.
Sie doch sollten wissen, das Eine bedingt das Andere!
Die Katholiken kommen bereits aus den Löchern der der Vergangenheit und fordern die gleichen Kniefälle vor ihren Abstrusitäten und mehr Rechte und mehr Macht und die USA schicken sich an, einen Sektierer als Präsidenten zu wählen. Einer, der lediglich behauptet ein Christ zu sein, der mehr als zwei Hemden besitzt, den Armen jedoch noch das letzte weg zu nehmen droht!
Nur auf, wir sind auf dem besten Wege zu einer besseren Welt!
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