Romney rückt wieder vor
publiziert: Mittwoch, 29. Feb 2012 / 07:19 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 29. Feb 2012 / 17:34 Uhr
Mitt Romney räumt bei den Vorwahlen in Michigan und Arizona ab.
Mitt Romney räumt bei den Vorwahlen in Michigan und Arizona ab.

Grand Rapids - Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat sich am Dienstag mit einem Doppelsieg bei den Vorwahlen etwas Luft verschafft. In seinem Geburtsstaat Michigan konnte er sich aber nur mit Mühe gegen den ultrakonservativen Ex-Senator Rick Santorum durchsetzen.

11 Meldungen im Zusammenhang
Multimillionär Romney kam bei seinem Heimspiel in Michigan mit einem blauen Auge davon: Nach Auszählung fast aller Stimmen lag er mit 41,1 Prozent vorn. Santorum erhielt 37,9 Prozent, wie US-Medien berichteten. Der radikal-liberale Abgeordnete Ron Paul bekam 12 Prozent, der Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich 7 Prozent.

Die 30 Stimmen der Delegierten aus Michigan werden allerdings am Nominierungsparteitag der Republikaner Ende August nicht als Gesamtpaket vergeben. Romney konnte somit nur wenige Stimmen im Duell mit Santorum herausholen.

In Arizona gewann Romney hingegen klar - hier holte er gut 47 Prozent der Stimmen. Santorum erhielt 26,6 Prozent, Gingrich 16 Prozent und Paul acht Prozent. Damit bekommt Romney alle 29 Delegierten des Bundesstaates im Südwesten der USA zugesprochen.

Abgehobene Kommentare

«Wow, was für eine Nacht», rief Romney seinen Anhängern in seinem Michigan-Hauptquartier in Novi zu. «Wir haben nicht deutlich gewonnen, aber es hat gereicht - und das ist alles, was zählt.» Santorum liess sich ebenfalls feiern. «Vor einem Monat wussten sie nicht, wer wir sind, aber jetzt wissen sie es», sagte der Ex-Senator.

Lange galt Romneys Sieg in Michigan als ausgemachte Sache. Doch dann brachte er sich selbst mit Kommentaren ins Abseits, die in dem von hoher Arbeitslosigkeit und Zwangsversteigerungen schwer gezeichneten Staat als abgehoben betrachtet wurden.

So erzählte er auf Wahlkampfveranstaltungen, dass seine Frau zwei Cadillacs fahre. Santorum versäumte zudem keine Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass Romney 2008 das milliardenschwere Hilfspaket der Obama-Regierung für die angeschlagene Autoindustrie in Michigan ablehnte.

Vorentscheidender «Super Tuesday»?

Eine Vorentscheidung über den republikanischen Herausforderer von Präsident Barack Obama im November könnte nun beim sogenannten «Super Tuesday» am 6. März fallen. An diesem Tag wird in zehn Gliedstaaten gleichzeitig abgestimmt. Zuvor hält am Samstag der Bundesstaat Washington seine Vorwahl ab.

Um zum Kandidaten gekürt zu werden, müssen Bewerber mindestens 1144 Delegierte hinter sich bringen. Schätzungen des TV-Senders CNN zufolge liegt Romney mit 167 Wahlmännern derzeit klar vor Santorum (48), Gingrich (38) und Paul (27).

Weil aber alle vier Bewerber deutlich machten, bis zum Parteitag in Tampa im Rennen zu bleiben, könnte am Ende niemand die erforderliche Mehrheit erreichen. In diesem Fall müsste die Parteiführung die Kandidatenfrage hinter den Kulissen aushandeln.

«Todespartie»

Das Schreckgespenst der Republikaner - ein sich bis in den Sommer hinziehender, zermürbender Streit - wird immer wahrscheinlicher. «Es hat sich nicht viel geändert», sagte der republikanische Wahlstratege Ron Bonjean. Das Rennen werde noch lange dauern. «Das fühlt sich an wie eine politische Todespartie.»

Vor wenigen Monaten seien die Republikaner noch zuversichtlich gewesen, die Präsidentenwahl gewinnen zu können. Mittlerweile habe sich in der Partei grosser Pessimismus breitgemacht. «Je länger das alles dauert, umso mehr werden die republikanischen Wähler sagen: 'Wir mögen keinen der Bewerber.'»

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
CNN-News Als junger Mann wurde Mitt Romney als Missionar von den Mormonen, einer Glaubensgemeinschaft, die Kaffee, ... mehr lesen
Mitt Romney muss noch jede Menge Überzeugungsarbeit leisten.
Seattle - Mitt Romney geht im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner mit kräftigen Rückenwind in den Mega-Wahltag «Super Tuesday». Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts gewann am Samstag mit deutlichem Vorsprung die Vorwahl im US-Staat Washington. mehr lesen 
Mitt Romney - Gefangener des Jung-Inquisitors Rick Santorum
Etschmayer Jetzt gerade finden die Wahlen - obwohl «Pseudowahlen» wäre zutreffender als Beschreibung - des Parlaments in der «Islamischen Republik» Iran statt und am nächsten Dienstag ist der ... mehr lesen
CNN-News Barack Obama brach diese Woche mit dem Republikaner Mitt Romney einen Streit vom Zaun und hat dabei eindeutig den Kürzeren gezogen. mehr lesen
Mitt Romney hat den Schuldigen des Tages ausgemacht: Barack Obama.
Mitt Romney gewinnt auch die Parteiversammlungen in Wyoming.
Cheyenne - Der führende Kandidat im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bei den Republikanern, Mitt Romney, hat ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Washington - Kurz vor einer Serie wichtiger Vorwahlen haben sich die Präsidentschaftsbewerber der ... mehr lesen
Die Favoriten Rick Santorum und Mitt Romney.
Washington - Bisher galt Mitt Romney als Favorit im Rennen der US-Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur - jetzt ... mehr lesen
Rick Santorum.
Portland/Washington - Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner ist dem gemässigten Konservativen Mitt Romney erneut ein Comeback gelungen. Er siegte bei der Vorwahl in Maine mit 39 Prozent der Stimmen, wie die Republikanische Partei des US-Bundesstaats mitteilte. mehr lesen 
Rick Santorum räumt bei den Vorwahlen ab.
Minneapolis - Bei den Vorwahlen der Republikaner in den USA hat am ... mehr lesen
Las Vegas - Mitt Romney hat auch die Vorwahl im US-Bundesstaat Nevada klar gewonnen. Damit baute er seine Führung im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur aus. mehr lesen 
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
GOLD | DESK Mining makes Money a business unit of AgaNola AG Logo
24.07.2014
BAYARD CO., LTD.. MANUFACTURES OF QUALITY GARMENTS SINCE 1912 Logo
23.07.2014
23.07.2014
Optimize Logo
23.07.2014
22.07.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
Seite3.ch
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 10°C 13°C bedeckt, wenig Regen bedeckt, starker Regen bedeckt, starker Regen bedeckt, starker Regen bedeckt, starker Regen bedeckt, starker Regen
Basel 11°C 13°C bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
St.Gallen 13°C 15°C bedeckt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 14°C 18°C bedeckt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 14°C 18°C bedeckt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 14°C 19°C bedeckt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Lugano 18°C 23°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten