Rot-grüne Mehrheit regiert neu den Kanton Bern
publiziert: Sonntag, 9. Apr 2006 / 22:50 Uhr / aktualisiert: Montag, 10. Apr 2006 / 07:21 Uhr

Bern - Der Kanton Bern gibt sich überraschend eine rot-grün dominierte Regierung. Die Strategie der Bürgerlichen, insgesamt sechs der sieben Regierungssitze anzupeilen, ist gründlich gescheitert.

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Die SP steigerte ihre Vertretung um einen auf drei Sitze, die Grünen haben neu einen Sitz, die SVP kommt noch auf zwei Sitze (-1) und die Freisinnigen noch einen Sitz (-1). SVP und FDP haben mit ihrer Sechserliste hoch gepokert und stehen nun als die grossen Verlierer da.

Problemlos wiedergewählt wurden die drei bisherigen Regierungsmitglieder. SP-Frau Barbara Egger-Jenzer erzielte mit 97 444 Stimmen das beste Resultat. Sie ist die nun die einzige Frau in der Regierung. Gewähtl wurden weiter Urs Gasche (SVP) mit 94 617 und Werner Luginbühl (SVP) mit 91 668 Stimmen.

Neu in die Regierung ziehen Bernhard Pulver (GFL) mit 85 299 Stimmen, Andreas Rickenbacher (SP) mit 84 745 Stimmen und Hans-Jürg Käser (FDP) mit 80 763 Stimmen. Der dem Berner Jura garantierte Sitz geht an SP-Mann Philippe Perrenoud mit 79 251.

Bürgerliche Strategie fehlgeschlagen

Rot-Grün kann damit nach der Wende im Nachgang zur Berner Finanzaffäre vor genau 20 Jahren einen unerwarteten Erdrutschsieg feiern. SP und Grüne zeigten sich überglücklich. Im Kanton Bern würden künftig andere Schwerpunkte gesetzt, zeigte sich SP-Parteipräsidentin Irene Marti Anliker überzeugt.

Entsprechend lange Gesichter gab es nach der unerwarteten Abfuhr bei den Bürgerlichen. Beide Spitzen von SVP und FDP orteten einen Grund für die Niederlage in der eigenen Sechser-Strategie. «Der Schuss ging hinten raus», sagten sowohl SVP-Parteipräsident Hermann Weyeneth und sein FDP-Kollege Johannes Matyassy.

Ein einigermassen vertrautes Bild bot das Wahlverhalten mit den rot- grünen Städten und dem bürgerlichen Land. Allerdings wählten diesmal die ländlichen Bezirke nicht so stramm bürgerlich wie auch schon. Die Wahlbeteiligung lag bei 29,7 Prozent und damit etwas höher als 2002 mit 28,2 Prozent.

(bert/sda)

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