Roter Halbmond setzt Arbeit in Bagdad aus
publiziert: Montag, 18. Dez 2006 / 14:01 Uhr / aktualisiert: Montag, 18. Dez 2006 / 17:48 Uhr

Bagdad - Der irakische Rote Halbmond hat als Reaktion auf die Verschleppung von 27 Mitarbeitern seine Tätigkeit in Bagdad ausgesetzt. Damit will der Rote Halbmond Druck auf die Entführer ausüben und die Freilassung der Geiseln erreichen.

Der Rote Halbmond arbeitet im Irak mit rund tausend Angestellten und 200 000 Freiwilligen.
Der Rote Halbmond arbeitet im Irak mit rund tausend Angestellten und 200 000 Freiwilligen.
2 Meldungen im Zusammenhang
Der Generalsekretär der Hilfsorganisation, Masen Abdallah, sagte weiter, dass die sechs bereits im Laufe des Sonntags frei gelassenen Mitarbeiter «relativ alte» Mitarbeiter gewesen seien.

Bis am Nachmittag kamen dann elf weitere Personen frei, mehrheitlich Mitarbeiter des Roten Halbmondes. 19 Personen seien weiterhin in den Händen der Entführer, sagte Abdallah laut der Nachrichtenagentur AFP weiter.

Gründe für Entführung unbekannt

Die Entführer hätten ihre Geiseln in verschiedenen Stadtteilen Bagdads ausgesetzt, sagte Abdallah. Den Freigelassenen gehe es gut. Warum die Mitarbeiter der Hilfsorganisation entführt worden seien, wisse er nicht.

Dutzende Bewaffnete in Militäruniformen waren am Sonntag mit einem Geländewagen vor ein Gebäude des Roten Halbmonds in der Bagdader Innenstadt gefahren. Sie umstellten das Gebäude, drangen in die Büros der Organisation ein und verschwanden dann mit ihren ausschliesslich männlichen Geiseln.

Umfassende Hilfe

Der Rote Halbmond arbeitet im Irak mit rund tausend Angestellten und 200 000 Freiwilligen. Es ist die einzige Hilfsorganisation im Land, die in allen 18 Provinzen tätig ist.

In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Massenentführungen gekommen. Erst am Donnerstag waren etwa 50 Menschen im Zentrum Bagdads verschleppt worden. 29 Geiseln kamen später wieder frei. Mitte November waren sogar 150 Beamte aus einem Institut des Hochschulministeriums verschleppt worden.

(dl/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als verdoppelt - auf heute 1,2 Millionen Menschen. 2013 hatten die Vereinten ... mehr lesen
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen  1
Bereits 100 Objekte erfasst  Wil SG - Digitale Stadtpläne sollen künftig Menschen mit einer Behinderung die Orientierung erleichtern. ... mehr lesen  
Bei der Erstellung des Zugänglichkeitsplans in Wil werden auch Betroffene miteinbezogen.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 12°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 14°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 13°C 22°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 14°C 22°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 14°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 16°C 22°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 15°C 18°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten