Royal fordert starke Opposition
publiziert: Samstag, 12. Mai 2007 / 14:19 Uhr / aktualisiert: Samstag, 12. Mai 2007 / 19:05 Uhr

Paris - Knapp eine Woche nach ihrer Niederlage bei der französischen Präsidentschaftswahl hat Ségolène Royal ihre Sozialistische Partei (PS) aufgefordert, eine starke Opposition gegen den neuen Staatschef Nicolas Sarkozy zu bilden.

Ségolène Royal will 2012 noch einmal als Präsidentschaftskandidatin antreten.
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Auf einem Kleinen Parteitag in Paris wertete Royal ihre fast 17 Millionen Stimmen aus der Stichwahl als «tollen Grundstock» für die Parlamentswahlen am 10. und 17. Juni. Den PS-Wahlkampf dazu soll der seit 1997 amtierende Parteichef François Hollande führen, der auch Royals langjähriger Lebensgefährte ist.

Die 53-Jährige versprach, sich mit voller Kraft zu engagieren. Selbst antreten werde sie allerdings nicht mehr, bekräftigte Royal.

Keine Doppel- und Dreifachmandate

Die Präsidentin der westfranzösischen Region Poitou-Charentes begründete dies erneut mit ihrer Überzeugung, die weit verbreiteten Doppel- und Dreifachmandate müssten abgebaut werden. Royal hatte seit 1988 stets einen Sitz im Parlament gewonnen.

Bei den Wahlen für die Nationalversammlung sagen Umfragen eine bürgerliche Mehrheit für Sarkozy voraus. Die Sozialisten beschlossen Listenbündnisse mit den Grünen und boten ihnen 14 der 577 Wahlkreise an. Darüber soll die Umwelt-Partei am Sonntag beraten.

Fraktionschef Jean-Marc Ayrault schloss auch Wahlabsprachen mit der neuen Demokratischen Bewegung des Wahl-Dritten François Bayrou nicht aus. Er schlug vor, nach der ersten Runde könnten sich auch «10 oder 15» für die zweite Runde qualifizierte PS-Kandidaten zugunsten besser platzierter Bewerber der Bayrou-Bewegung zurückziehen.

(fest/sda)

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