Rücktrittsforderung: SVP-Vize gesteht Fehler ein
publiziert: Freitag, 2. Mai 2008 / 09:28 Uhr / aktualisiert: Freitag, 2. Mai 2008 / 09:52 Uhr

Zürich - SVP-Vizepräsident Walter Frey räumt ein, dass die Forderung nach einem Rücktritt von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf möglicherweise ein Fehler war. «Es ist ein Faktum, dass sie demokratisch gewählt wurde.»

Walter Frey erinnert sich wieder demokratischen Prinzipien.
Walter Frey erinnert sich wieder demokratischen Prinzipien.
12 Meldungen im Zusammenhang
Man könne im Leben nie alles richtig machen, sagte der Autoimporteur in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Aber die Stossrichtung stimme: Eveline-Widmer Schlumpf könne die SVP nicht mehr vertreten, nachdem sie diese hintergangen habe. Dafür habe die Partei Beweise.

«Vielleicht hätten wir ihren Rücktritt aus dem Bundesrat besser nicht gefordert, obwohl Rücktrittsforderungen an Bundesräte ja nichts Neues sind.» Es sei ein Faktum, dass sie demokratisch gewählt worde sei.

Das hätten die Medien nun aufgebauscht. «Bei unserer Erfahrung hätte dies nicht passieren sollen. Künftig werden wir uns auf den Ausschluss aus der Partei konzentrieren.»

«Keine andere Wahl»

Dass dieses Vorgehen moderate SVP-Wähler vertreiben könnte, hält Frey für möglich. «Aber wir haben keine andere Wahl.» Man könne sich nicht von einer Frau vertreten lassen, die einen verraten habe und die einstimmige Delegiertenentscheide missachte.

Frey nahm im Interview auch zur Personenfreizügigkeit Stellung. «Der bilaterale Weg ist der SVP-Weg. Den sollten wir weitergehen. Und dazu gehört auch die Personenfreizügigkeit.» Die Erweiterung derselben auf Rumänien und Bulgarien «hängt davon ab, ob sie unumgänglich ist und was von der EU geboten wird».

(fest/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Der Zentralvorstand der ... mehr lesen
Toni Brunner bekräftigte immer wieder die Absichten der SVP, die Bündner Sektion auszuschliessen.
Die meisten SVPler fühlen sich von Eveline Widmer-Schlumpf verraten.
Poliez-le-Grand VD - Die SVP Waadt befürwortet den Ausschluss der SVP Graubünden aus der Mutterpartei. Die Waadtländer Delegierten haben sich am Dienstagabend an einem a.o. Parteikongress ... mehr lesen
Chur - Der Schaffhauser FDP-Kantonsrat Gerold Meier lässt nicht locker: In der Kontroverse zwischen der SVP Schweiz und ... mehr lesen
Wurde Eveline Widmer-Schlumpf von der SVP genötigt?
Die SVP stelle ihre politische Heimat dar, sagte Widmer-Schlumpf.
Lausanne - Rund 1000 Leute sind am Montagabend zu einem Auftritt von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf in Lausanne gekommen. Sie sei seit 30 Jahren Mitglied der SVP. Diese Partei ... mehr lesen
Bern - Die SVP Schweiz bleibt hart: ... mehr lesen
Die Bündner Kantonalpartei hatte bis am 30. April Zeit, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf aus der Partei auszuschliessen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Der Jurist Meier beurteilte die Drohung der SVP Schweiz gegenüber Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf als schwere Nötigung.
Bern - Die Bundesanwaltschaft (BA) ... mehr lesen
Bundesrat Samuel Schmid stimmt gegen den Ausschluss der SVP Graubünden aus der SVP Schweiz.
Thun - Die Delegierten der SVP Kanton Bern haben am Abend in Thun gegen einen allfälligen Ausschluss der Kantonalpartei Graubünden aus der SVP votiert. Der Entscheid fiel mit 256 zu 222 Stimmen ... mehr lesen 1
Bern/Frauenfeld - SVP-Bundesrätin ... mehr lesen 13
Der Ausschluss von Eveline Widmer-Schlumpf war von der Bündner SVP einstimmig abgelehnt worden.
Bern - Die Frauenorganisation Alliance F und Privatpersonen lancieren basisdemokratischen Widerstand gegen das Verhalten der SVP. Über 18'000 Personen haben bis am frühen Morgen eine Protestnote von Alliance F zur Unterstützung von Bundesrätin Widmer-Schlumpf unterzeichnet. mehr lesen  13
Eveline Widmer-Schlumpf bleibt standhaft.
Bern - Bundesrätin Widmer-Schlumpf lässt sich von der SVP-Parteileitung nicht einschüchtern: Sie trete weder aus der Partei aus noch aus der Landesregierung zurück, sagte die Justizministerin ... mehr lesen 7
Nochmals Hoppla ...
Es ist nun schon einige Tage her, als sich Herr Frey auf diese Weise äusserte ... Eigentlich ehrlich, der Herr Frey, dass er solches zu sagen sich getraute ...! Das macht ihn mir fast schon sympatisch ... fast - wenn er nicht dazu noch Vice der SVP wäre ... Hat der Mann Schiss bekommen vor seinem Mut ? Oder ist er am Ende gar nicht der gleichen Meinung, wie Brunner, Blocher, Mörgeli und so weiter ?

Ich warte eigentlich schon etliche Tage auf die angeblichen Beweise, die die Herren der obersten SVP-Liga da haben wollen ... Warum hört man da nichts davon? Sind am Ende diese Beweise gar keine?

Wie dem auch sei, man sagt ja, dass Lügen kurze Beine haben sollen - hier scheinen nicht einmal die Beine vorhanden zu sein ...

Warten wir's mal ab!
Hoppla
Hat wohl Angst, eine Menge Kunden zu verlieren! 70% der Abgeordneten in Bern,die Frau Schlumpf gewählt hatten, dürften so ungefähr auch 70% der Bevölkerung entsprechen, die ein Auto kaufen könnten!!
Ich denke mir mal, dass die Beweise der SVP in Sachen Widmer Schlumpf so ähnlich sicher sind wie diejenigen von Bush in Sachen Irakkrieg.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 Millionen Franken aus der Radio- und Fernsehabgabe direkt unterstützt.
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 ...
57.5 Millionen Franken für entgangene Werbeeinnahmen  Bern - Die Coronavirus-Pandemie trifft die Medien hart. Ihre Werbeeinnahmen sind bereits drastisch gesunken. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Medien für die Demokratie hat das Parlament in der ausserordentlichen Session breit abgestützte Motionen überwiesen, um finanzielle Soforthilfe im Umfang von 57.5 Millionen Franken zu leisten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 zwei entsprechende Notverordnungen verabschiedet. mehr lesen 
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für ... mehr lesen   3
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke waren im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie ursprünglich nicht vorgesehen.
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen ... mehr lesen  
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen   1
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 0°C 3°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen Schneeregenschauer
Basel 1°C 5°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregen freundlich
St. Gallen 0°C 2°C immer wieder Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig immer wieder Schnee freundlich
Bern 0°C 2°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer freundlich
Luzern 0°C 3°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen Schneeregenschauer
Genf 0°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Lugano 2°C 5°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten