Rücktrittsforderungen an Olmert werden immer lauter
publiziert: Dienstag, 1. Mai 2007 / 17:08 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 2. Mai 2007 / 09:41 Uhr

Jerusalem - Nach der vernichtenden Kritik einer Expertenkommission am Entscheid für den Libanon-Krieg werden die Forderungen nach einem Rücktritt von Israels Premier Ehud Olmert immer lauter. Ein Minister trat am Dienstag zurück.

«Nach einem solchen Bericht kann er nicht Ministerpräsident bleiben», hiess es in den Medien.
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«Ich kann nicht mehr in einer Regierung sitzen, die von Ehud Olmert geleitet wird», sagte Eitan Kabel, der Olmerts Koalitionspartner, der Arbeitspartei, angehört und Minister ohne Geschäftsbereich war. Kabel erklärte, Olmert müsse zurücktreten.

Für seinen Parteichef Amir Perez erhob er diese Foderung nicht. Eine offizielle Untersuchungskommission hatte Olmert und Verteidigungsminister Perez für «schwere Fehler» im Libanon-Krieg verantwortlich gemacht.

Ein hochrangiger Parteikollege von Ministerpräsident Olmert hat wegen des Libanon-Krieges dessen Rücktritt gefordert.

Olmert habe durch seinen Umgang mit dem Konflikt das Vertrauen der Bevölkerung verloren, sagte der Fraktionsführer der Kadima-Partei, Avigdor Jizhaki, dem Sender Israel Radio. Olmert fehle damit die Legitimität zu regieren. Jizhaki forderte den Rücktritt Olmerts und die Bildung einer neuen Koalition.

Die israelischen Zeitungen verglichen Olmerts Lage nach der Vorlage des Untersuchungsberichts mit der eines Todeskandidaten auf dem Schafott, um dessen Hals sich eine Schlinge zuzieht.

Auch einige Mitglieder der regierenden Kadima-Partei sehen das Verbleiben Olmerts im Amt laut Medienberichten mit Skepsis. Als mögliche Nachfolgerin gilt Aussenministerin Zipi Liwni.

Offiziell stehen die führenden Minister der Kadima-Partei jedoch zu Olmert. Mehrere Minister aus den Reihen der Koalitionspartner erklärten ebenfalls ihre Unterstützung für den Premier.

Olmert hatte am Montagabend gesagt, er sehe in den gegen ihn erhobenen Vorwürfen keinen Grund für einen Rücktritt.

(fest/sda)

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