Rüstungsprogramm 2008 unter Dach und Fach
publiziert: Mittwoch, 11. Jun 2008 / 11:18 Uhr

Bern - Der Ständerat hat das 917 Millionen Franken schwere Rüstungsprogramm 2008 genehmigt. Er lehnte es ab, die Werterhaltung des Kampfjets FA-18 bis zum Entscheid über den Ersatz der Tiger aufzuschieben.

Gisèle Ory wollte auf die Werterhaltung der FA-18-Jets verzichten.
Gisèle Ory wollte auf die Werterhaltung der FA-18-Jets verzichten.
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Für die 33 FA-18 sind 404 Millionen vorgesehen. Die Flotte soll für die zweite Hälfte ihrer rund 30-jährigen Nutzungsdauer vorbereitet werden.

Das Modernisierungsprogramm hat laut Verteidigungsminister Samuel Schmid keine präjudizierende Wirkung auf die Wahl des Ersatzflugzeugs für die alten 54 Tiger-Kampfjets.

Eine von Gisèle Ory (SP/NE) angeführte links-grüne Minderheit beantragte, auf den «mid-life upgrade» der FA-18 vorläufig zu verzichten und diesen erst mit dem Projekt des Ersatzes der Tiger vorzulegen.

Die Nachrüstung der FA-18 sei nicht dringend, eine Gesamtschau nötig. Der Antrag wurde mit 29 zu 9 Stimmen abgelehnt.

Unbestritten war die Beschaffung von 220 geschützten Mannschaftstransportfahrzeugen aus dem Hause Mowag in Kreuzlingen TG für 396 Millionen. Für 70 Millionen sollen 12 gepanzerte ABC-Aufklärungsfahrzeuge und für 47 Millionen 12 Nachweisfahrzeuge für die ABC-Abwehr bestellt werden.

(rr/sda)

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