Rütli-Neonazi verurteilt
publiziert: Montag, 11. Aug 2008 / 09:42 Uhr / aktualisiert: Montag, 11. Aug 2008 / 10:20 Uhr

Altdorf - Die Urner Justiz hat einen Neonazi wegen mehrfacher Rassendiskriminierung zu einer bedingten Geldstrafe von zehn Tagssätzen à 100 Franken verurteilt. Zudem muss der 29-Jährige 200 Franken Busse bezahlen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Staatsanwalt Bruno Ulmi bestätigte eine entsprechenden Bericht des «SonntagsBlick». Der Neonazi sprach am 5. August 2007 auf dem Rütli vor 300 Gleichgesinnten.

Dabei soll er den welschen Holocaust-Leugner Philippe Brennenstuhl verteidigt haben. Mit den Worten habe der Redner bewiesen, dass er den Holocaust ebenfalls leugne, so Ulmi.

Ob an der diesjährigen «Bundesfeier» der Rechtsextremen am 3. August auf dem Rütli Reden ebenfalls rechtswidrig waren, werde von der Polizei zurzeit abgeklärt, sagte der Staatsanwalt weiter. Zwei Reden wurden an diesem Anlass gehalten: Eine vom Emmentaler PNOS-Mitglied Markus Martig und eine vom Westschweizer Holocaust-Leugner Philippe Brennenstuhl.

Die Redner beschimpften die heutige Politik und namentlich Bundesrat Samuel Schmid. 2005 hatten die Rechtsradikalen Schmid auf dem Rütli niedergeschrien.

(dl/sda)

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