Rütlifeier im «Vorverkauf»
publiziert: Mittwoch, 18. Jan 2006 / 12:09 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Jan 2006 / 13:16 Uhr

Rütli - Für die Bundesfeier 2006 auf dem Rütli wird aus Sicherheitsgründen die Platzzahl beschränkt. Ausserdem wird ein Ticketsystem eingeführt. Damit will man Störungen durch Rechtextremisten vermeiden.

1. August-Feier mit Schweizer Fahnen auf der Rütli-Wiese.
1. August-Feier mit Schweizer Fahnen auf der Rütli-Wiese.
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In einem Communiqué bedauert die Rütlikommission, dass auf Grund der Vorfälle an der 1.-August-Feier von 2005 Zutritts- und Sicherheitsmassnahmen eingeführt werden müssten. Es sei jedoch das Ziel, 2006 eine würdige Bundesfeier auf dem Rütli zu gewährleisten und Publikum sowie Mitwirkende vor unliebsamen Störungen zu schützen.

Delegationen der Regierungen von Uri und Schwyz, des Bundes und der Rütlikommission der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) haben sich am 12. Januar getroffen und die Rahmenbedingungen für die nächste Bundesfeier festgelegt. Detaillierte Informationen werden am 20. April an einer Medienkonferenz in Luzern bekannt gegeben.

Festredner noch nicht bekannt

Noch nicht bekannt ist, wer die Festansprache auf dem Rütli halten wird. Ebenso wurden noch keine Angaben zu einem «neuen Element» gemacht, mit dem das traditionelle Bundesfeier-Programm bereichert werden soll.

Soviel aber ist klar: Wer am 1. August 2006 auf dem Rütli den Nationalfeiertag begehen will, muss sich vorher um eine - kostenlose - Eintrittskarte bemühen. Wie man in den Besitz eines Tickets kommt, wird ebenfalls an der Medienkonferenz bekannt gegeben.

2000 haben Zutritt

Laut SGG-Geschäftsleiter Herbert Ammann dürften rund 2000 Personen Zutritt erhalten. Ob dieser an allfällige Bedingungen gebunden ist, konnte Ammann noch nicht sagen. Das sei noch offen.

Die Rütli-Feier hatte in den letzten Jahren zunehmend pöbelnde Rechtsextremisten angezogen. Wiederholt störten sie die Feier. Zum Eklat kam es am 1. August 2005. Hunderte von Extremisten beschimpften Bundespräsident Samuel Schmid. Während seiner Ansprache pfiffen und buhten sie, wenn er auf die Integration von Ausländern zu sprechen kam.

(fest/sda)

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