37 Jahre nach Islamischer Revolution
Ruhani will Iran «erneuern»
publiziert: Donnerstag, 11. Feb 2016 / 15:02 Uhr
Das Atomabkommen mit den Weltmächten hat Hassan Ruhani auch innenpolitisch gestärkt.
Das Atomabkommen mit den Weltmächten hat Hassan Ruhani auch innenpolitisch gestärkt.

Teheran - Das Atomabkommen mit den Weltmächten hat Irans Präsidenten auch innenpolitisch gestärkt. Ruhani sieht das Land auf einem guten Kurs, aber auch vor neuen Herausforderungen. Die religiösen Fundamente des Staats hält er in der jetzigen Form für nicht mehr zeitgemäss.

4 Meldungen im Zusammenhang
Irans Präsident Hassan Ruhani sieht sein Land nach dem historischen Atomabkommen auf dem Weg zurück in die internationale Gemeinschaft, räumt allerdings auch Modernisierungsbedarf ein. «Wir können als religiöses Land den Fundamentalismus behalten, müssen ihn aber reformieren und erneuern», sagte Ruhani auf dem Teheraner Freiheitsplatz am Donnerstag, dem 37. Jahrestag der Islamischen Revolution von 1979.

Der Welt habe man mit dem Atomabkommen bewiesen, dass der Iran keine Bedrohung, sondern ein zuverlässiger Partner sei. «Jetzt brauchen wir aber auch ein ähnliches Abkommen für eine nationale Versöhnung», sagte Ruhani mit Blick auf die Gräben zwischen konservativen Hardlinern und Reformern im Iran.

«Das Land gehört allen Iranern»

Auch interne Differenzen zwischen den Fraktionen könnten, wie im Rahmen der Atomverhandlungen mit den Weltmächten, ausgeräumt werden.

«Das Land gehört allen Iranern, nicht nur einer bestimmten Fraktion», sagte Ruhani und bezog sich damit auf die Hardliner im Land. Daher sei die Teilnahme an der Parlamentswahl am 26. Februar besonders wichtig. Wer abstimme, könne damit seiner Hoffnung auf Rationalität Ausdruck verleihen und Extremismus eine Abfuhr erteilen.

Im Februar 1979 hatte ein Aufstand unter Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini zum Zusammenbruch der Monarchie im Iran geführt. An den organisierten Kundgebungen zum 37. Jahrestag der Islamischen Revolution beteiligten sich am Donnerstag in Teheran und anderen Städten nach Angaben staatlicher Medien Millionen Menschen.

Wie in den vergangenen Jahren wurde auch diesmal die Parole «Nieder mit den USA und Israel!» gerufen, die sich gegen die beiden Erzfeinde des Landes richtet.

(cam/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Teheran - Der Iran und Griechenland streben eine strategische Zusammenarbeit an. «Griechenland kann als Brücke ... mehr lesen
Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras.
Paris - Nach seiner Visite in Rom ist der iranische Präsident Hassan Ruhani am Mittwoch zu politischen und wirtschaftlichen ... mehr lesen
Die Saudis haben laut Ruhani einen Weg eingeschlagen, der falsch sei. (Archivbild)
Teheran - Der iranische Präsident ... mehr lesen
Kein Psychopath, sondern ein der Realität verpflichteter Diktator: Kim Jong-un.
Kein Psychopath, sondern ein der Realität verpflichteter ...
Achtens Asien Kim Jong-un ist ein Meister der Propaganda und (Selbst)Inszenierung. Nach vier Jahren an der Macht liess er sich nun am VII. Kongress der Koreanischen Arbeiterpartei zum Vorsitzenden krönen. mehr lesen  
Nordkoreaner feiern Parteikongress Pjöngjang - Das nach Atomwaffen strebende Nordkorea hat am Dienstag den ersten Kongress ...
Nordkorea beschliesst Ausbau von Atomwaffen Seoul - Nordkorea will seine Atomwaffenkapazitäten weiter ausbauen. Dies ...
Nordkorea: Atomwaffeneinsatz nur bei Bedrohung Seoul - Nordkorea wird nach den Worten von Staatschef Kim Jong Un ...
Nordkoreas herrschende Arbeiterpartei wählt neue Führung Pjöngjang - Das nach Atomwaffen strebende Nordkorea hat die Wahl ...
Beseitigung von «Hindernissen»  Teheran - Der Iran und die EU wollen «Hindernisse» bei der Umsetzung des Atomabkommens ...
Hintergrund dieses Aufrufs ist die Tatsache, dass für viele europäische Firmen in Iran lukrative Aufträge winken.
Handlungsbedarf für Europa in der Iran-Politik Zürich - Gleich zu Beginn des Europa-Iran-Forum in Zürich ist ein deutlicher Auftrag an die europäischen Politiker ergangen. ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3932
    Der... Grund für die Misere liegt ganz woanders und ist im Prinzip sehr ... gestern 11:04
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3932
    "Flüchtlingslager-Räumung" Gut für die Einwohner von Idomeni, die nun bald ihr Leben, ihre ... gestern 10:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1760
    Im letzten Moment die Kurve gekriegt! Den Oesterreichern herzlichen Glückwunsch! Unter den Rechten gehts ... Mo, 23.05.16 18:01
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3932
    R. Erdogans... Berater Burhan Kuzu sandte bereits am 10. 5. 2016 eine Drohung gen EU, ... Mo, 23.05.16 17:21
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3932
    In... Syrien gibt es einen Krieg im Krieg. Es herrscht in Syrien schon lange ... Mo, 23.05.16 15:16
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3932
    Das... war nur eine weitere Gelegenheit für Herrn A. Mazyek, sich wichtig zu ... Mo, 23.05.16 14:37
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3932
    Wenn... die Türkei sich nicht an die Abmachungen hält, gibt es keine ... Mo, 23.05.16 11:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3932
    Dieses... Wahlergebnis spiegelt vor allem die in fast allen westlichen ... Mo, 23.05.16 10:39
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 9°C 14°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 10°C 15°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
St. Gallen 7°C 11°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 7°C 14°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 8°C 14°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Genf 8°C 16°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Lugano 10°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten