Ruhe auf Bischkeks Strassen
publiziert: Samstag, 26. Mrz 2005 / 08:14 Uhr / aktualisiert: Samstag, 26. Mrz 2005 / 18:08 Uhr

Bischkek - In Kirgisien hat sich die Lage in der Hauptstadt Bischkek nach erneuten nächtlichen Unruhen beruhigt. Die Strassen sind wie leer gefegt.

Der Freiheitspark im Zentrum von Bischkek.
Der Freiheitspark im Zentrum von Bischkek.
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Seit Mitternacht sind laut Polizei keine grösseren Vorfälle mehr registriert worden.

Bei Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und Polizei sei ein Plünderer getötet worden, teilte ein Polizeisprecher nach Angaben der Agentur Interfax mit. Etwa 20 Menschen wurden verletzt.

Lutfschüsse der Polizei

Auch in der zweiten Nacht nach dem Sturz der alten Regierung hatten Jugendliche in der zentralasiatischen Republik versucht, mit Gewalt in Geschäfte und Banken einzudringen. Polizisten schossen in die Luft, um Plünderer zu vertreiben.

Die Nationalgarde bezog Position vor öffentlichen Gebäuden. In der ersten Nacht waren in Bischkek mehrere Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden.

Übergangsregierunga

Die Opposition hat eine Übergangsregierung gebildet und bemüht sich, die Lage im Land unter Kontrolle zu bringen.

Mit der Flucht des bisherigen Präsidenten Askar Akajew hatten sich auch viele Polizei-Einheiten in der Hauptstadt aufgelöst. Die neue Führung bezeichnete die Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung im Land als wichtigste Aufgabe.

Russlands Präsident Wladimir Putin kritisierte den Umsturz in Bischkek als unrechtmässig und bot dem geflüchteten Präsidenten Askar Akajew Asyl an. Er sei jedoch bereit, mit der neuen Führung zusammenzuarbeiten, sagte Putin.

(bsk/sda)

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