Ruhiger ANTIFA-Spaziergang
publiziert: Sonntag, 13. Mrz 2005 / 07:39 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 13. Mrz 2005 / 10:39 Uhr

Bern - Rund 1000 junge Leute haben in Bern am 6. Antifaschistischen Abendspaziergang teilgenommen.

Die unbewilligte Kundgebung verlief friedlich. (Bild: Archiv)
Die unbewilligte Kundgebung verlief friedlich. (Bild: Archiv)
1 Meldung im Zusammenhang
Sie sahen sich einem massiven Polizeiaufgebot gegenüber. Die unbewilligte Kundgebung verlief friedlich. Die Organisatoren riefen mehrfach zu Gewaltverzicht auf.

Die Stadtpolizei stellte nach eigenen Angaben auf der Umzugsstrecke keine nennenswerten Sachbeschädigungen fest. Im privaten und öffentlichen Verkehr kam es zu Behinderungen. Mehrere Strassen waren von 20 bis 23 Uhr gesperrt.

Die mehrheitlich vermummten Demonstranten hatten sich beim Bahnhof besammelt. Ab 20.30 Uhr standen sie und die Polizei sich in der Spitalgasse nahe beim Bahnhof gegenüber. Die Strasse war von der Polizei mit Sperrgitter-Fahrzeugen abgesperrt.

"Nazis raus"

Während rund einer Stunde blieben dort die Demonstranten blockiert. Sie skandierten Parolen wie Nazis raus und Puta Polizia. Auf einem Transparent stand Wer begriffen hat und nicht handelt, hat nicht begriffen. Die Polizei rief zu Verhandlungen über die Demoroute auf - offenbar mit Erfolg.

Um etwa 21.30 Uhr setzte sich der Demozug in Bewegung, nachdem die Polizei die blockierte Spitalgasse freigab. Der Zug führte zum Käfigturm und auf den Bundesplatz und dann zurück zum Bahnhof und via Bahnhof und Schanzenstrasse hinauf ins Länggasse-Quartier. Von dort gings zur Reithalle. Gegen 23.00 Uhr war die Demo zu Ende.

Kontrollen im Vorfeld

Bereits im Vorfeld der Kundgebung hatte die Polizei im Bahnhof Personen- und Gepäckkontrollen durchgeführt, nachdem bekannt wurde, dass der Schwarze Block von Zürich nach Bern unterwegs sei.

Dabei widersetzten sich laut Polizeicommuniqué teilweise alkoholisierte Personen der Kontrolle. 119 von ihnen wurden festgenommen und verschiedene Gegenstände, darunter Steinschleudern, Spraydosen, verbotene Messer und Vermummungsmaterial, sichergestellt.

Ein Bewilligungsgesuch hatten die Aktivisten verschiedener linksautonomer Bewegungen - wie in den Jahren zuvor - nicht eingeholt. Die Stadtberner Behörden hatten mehrmals vergeblich versucht, mit Vertretern des Bündnisses Alle gegen Rechts (BAgeR), das zum Abendspaziergang aufgerufen hatte, in Kontakt zu treten.

(sl/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Rund 1000 junge Leute haben ... mehr lesen
Vermummte Demonstranten standen einer massiven Polizeimacht gegenüber.(Bild:Archiv)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 Millionen Franken aus der Radio- und Fernsehabgabe direkt unterstützt.
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 ...
57.5 Millionen Franken für entgangene Werbeeinnahmen  Bern - Die Coronavirus-Pandemie trifft die Medien hart. Ihre Werbeeinnahmen sind bereits drastisch gesunken. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Medien für die Demokratie hat das Parlament in der ausserordentlichen Session breit abgestützte Motionen überwiesen, um finanzielle Soforthilfe im Umfang von 57.5 Millionen Franken zu leisten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 zwei entsprechende Notverordnungen verabschiedet. mehr lesen 
Verbände Detailhandelsumsätze im März 2020  Bern - Die um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigten Detailhandelsumsätze sind im März ... mehr lesen  
Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte eine Zunahme der nominalen und realen Umsätze von jeweils 8,4%.
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter strengen Auflagen wieder öffnen. In einem ersten Lockerungsschritt sind an einem Tisch maximal vier Personen oder Eltern mit Kindern erlaubt.
Publinews Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken dürfen wieder öffnen  Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 entschieden, die Massnahmen zum Schutz vor dem ... mehr lesen  
Auch die Online Medien sollen profitieren  Bern - Die Medien sind für unsere direkte Demokratie von zentraler Bedeutung. Sie informieren die Bevölkerung und ermöglichen dadurch wichtige Debatten. Sinkende Erträge machen ... mehr lesen
Um die Medienbranche bei der digitalen Transformation zu unterstützen, sollen neu auch Online-Medien gefördert werden.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
OFT GELESEN
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 5°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen bedeckt, wenig Regen
Basel 7°C 13°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen bedeckt, wenig Regen
St. Gallen 5°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt trüb und nass
Bern 6°C 10°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen bedeckt, wenig Regen
Luzern 6°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen bedeckt, wenig Regen
Genf 5°C 12°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 7°C 16°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten