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Meldung vom Samstag, 8. Februar 2003 / 10:33 h
(aktualisiert: 08.02.2003 11:25 h)
Rumsfeld fordert Geschlossenheit der Weltgemeinschaft
Münschen - Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen hat die 39. Münchner Sicherheitskonferenz begonnen. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld rief die Weltgemeinschaft dabei zu einem entschlossenen Vorgehen in der Irak-Frage auf.
(bsk/news.ch)
Demo am Marienhofplatz in München: Schauplatz der NATO-Konferenz.
Ironischerweise könnte der Krieg wahrscheinlicher werden, wenn die Weltgemeinschaft erneut einen Mangel an Geschlossenheit zeigen würde, sagte Rumsfeld. Die Chance für eine friedliche Lösung sei, wenn die freien Nationen deutlich machten, dass sie bereit seien, auch Gewalt anzuwenden.
Die USA schliessen laut Rumsfeld eine friedliche Lösung im Irak-Konflikt weiter nicht aus. Niemand will Krieg, sagte Rumsfeld. Risiken des Kriegs müssten aber gegen die Risiken des Nichtstuns abgewogen werden. Der Irak strebe nach den Werkzeugen der Massenvernichtung.
Die Rede Rumsfelds war wegen der Schwierigkeiten im deutsch-amerikanischen Verhältnis mit besonderer Spannung erwartet worden. Der US-Verteidigungsminister verteidigte in München seinen Ausspruch vom alten Europa.
Er wisse nicht, warum sich die Leute über die Formulierung so aufregen würden, sagte Rumsfeld vor rund 250 Sicherheitsexperten aus aller Welt. Angesichts seines eigenen Alters sei alt doch ein freundlicher Begriff, meinte der 70-Jährige. Er hatte kürzlich Deutschland und Frankreich wegen ihrer Haltung in der Irak-Krise als altes Europa bezeichnet.
Die Veranstaltung wird von mehreren Demos von Irak-Kriegsgegnern begleitet. Noch im letzten Jahr hatte der Münchener Oberbürgermeister Ude ein Demo-Verbot geäussert. Diese Haltung wird von pazifistischen Organsationen als Reaktion auf die allgemeine Antikriegsstimmung in Deutschland interpretiert.
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