Rumsfeld fordert in Seoul Ende von Nordkoreas Atomprogramm
publiziert: Montag, 17. Nov 2003 / 08:31 Uhr

Seoul - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist in Seoul mit seinem südkoreanischen Amtskollegen Cho Young Kil zu Gesprächen über Nordkorea und die Lage in Irak zusammengekommen.

Donald Rumsfeld, US- Verteidigungsminister und sein südkoreanischer Kollege Cho Young-kil.
Donald Rumsfeld, US- Verteidigungsminister und sein südkoreanischer Kollege Cho Young-kil.
Rumsfeld und Kil forderten Nordkorea auf, seine atomaren Aktivitäten überprüfbar und unabänderlich einzustellen. Wegen einer Demonstration gegen seine Präsenz in Südkorea musste Rumsfeld das Verteidigungsministerium über einen Nebeneingang betreten.

Die Demonstration von etwa 60 Pazifisten richtete sich auch gegen die Entscheidung von Staatspräsident Roh Moo Hyun, zusätzlich zu den bereits 500 in Irak stationierten südkoreanischen Militärs weitere 3000 Soldaten in das Zweistromland zu entsenden.

Der Sicherheitsberater von Präsident Roh kündigte eine weitere Runde der multinationalen Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm für den 17. und 18. Dezember in Peking an.

Pjöngjang will nur auf seine nuklearen Aktivitäten verzichten, wenn Washington einen Nichtangriffspakt eingeht. Dies lehnt die US-Regierung ab. Sie hat jedoch schriftliche Sicherheitsgarantien angeboten, welche nun von der nordkoreanischen Regierung geprüft werden.

Der Atomstreit begann im Oktober 2002, als die USA Nordkorea vorwarfen, Uran anzureichern und damit gegen einen bilateralen Vertrag zu verstossen.

(fest/sda)

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